Unerwartete Großzügigkeit

Veröffentlicht Januar 21, 2013 von Zarah

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Unerwartete Großzügigkeit

 In letzter Zeit begegnet mir überall viel unerwartete Großzügigkeit. Und nicht nur bei mir, sondern ich beobachte es auch generell um mich herum.

Nur mal ein paar Beispiele:

Ich suchte in der Bibliothek nach einem ganz bestimmten Buch, das für mich wichtig war. Als ich das Regal gefunden hatte, saß eine Frau davor und blätterte in genau diesem Buch,  noch ein paar andere auf den Knien. Ich sagte spontan: „Oh, genau das Buch hatte ich mir rausgesucht!“ Die Frau blickte vom Buch auf, sagte: „Das können Sie nehmen“, drückte es mir in die Hand und ging mit ihren anderen Büchern weg. Das verblüffte mich total.

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Ein andermal war ich bei Humana, um nach Winterpullovern zu gucken, und sah eine Frau in Schwarz den Gang entlangkommen mit einem auffälligen orange-schwarzen Schal, der super aussah und zu ihrem Outfit, ihrer Haarfarbe und ihrem ganzen Stil wunderbar paßte. Da ich mich immer für gute Outfits interessiere, guckte ich etwas genauer hin, voller Bewunderung für den gelungenen Stileffekt, wobei ich mich fragte, ob sie mit diesem Schal schon hereingekommen war oder ob er aus dem Laden stammte. Dann ging sie vorbei und ich wandte mich wieder meinen eigenen Sachen zu.

Als ich mir gerade ein paar Sachen im Spiegel ansah, kam die Frau zurück, sah mich stehen und sprach mich an. „Wollen Sie den Schal vielleicht haben? Sie haben vorhin so interessiert geguckt.“ Es war also nicht ihr eigener, sondern er stammte aus dem Laden. Wir bewunderten ihn beide, denn er war wirklich schön gearbeitet. Die Muster waren eingewebt, nicht nur aufgedruckt. Sie sah mich an und meinte: „Wenn ich das richtig sehe, sind das doch auch Ihre Farben!“ Ich meinte: „Wollen Sie ihn denn nicht haben?“ Sie meinte: „Ach, ich habe schon so viele – das sammelt sich so an.“ Das konnte ich nur bestätigen und wir mußten beide lachen. Ich freute mich ttal über diese schöne Begegnung. Und der Schal hat mich diesen Winter schon gut warm gehalten. 😉

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Anfang November sollten dann Godspeed You! Black Emperor in Berlin spielen, worauf ich mich schon sehr freute. Vorher wollte ich noch zu dem Info-Abend einer Hellseherin gehen, um mal zu sehen, wie sie so arbeitet. Ich war zeitlich schon ein bißchen knapp dran, beschloß aber, trotzdem noch hinzugehen, und hoffte nur, nicht allzu sehr zu stören, falls dort schon irgend etwas im Gange war. Kam aber wider Erwarten doch noch knapp rechtzeitig an.

Die Räume waren direkt unter dem Dach. Es war scheinbar eine größere WG mit angegliedertem Seminarraum und einer Mini-Küchenecke. Die Hellseherin saß dort im Kreise ihrer Freunde und Bekannten, ich wurde einfach dazugebeten und bekam einen Tee kredenzt. Sie fragte, ob wir Fragen hätten, und ich sagte, ja, ich würde gerne wissen, wie sie arbeitet. Sie erzählte, wie sie dazu gekommen war. Nach einem Unfall vor ein paar Jahren hatte sich die Hellsichtigkeit bei ihr geöffnet. Es funktionierte so, daß sie sehen konnte, wenn jemand eine Entscheidung zu treffen hatte, welche der verschiedenen Möglichkeiten für den Menschen die förderlichste wäre. Jeder von uns durfte ihr dann eine Frage stellen, und sie guckte dann für die Leute.

Was mich am meisten beeindruckte, war, daß sie sehr genaue Einblicke in den Charakter der Betreffenden geben konnte – z.B. welche Entscheidung sie vielleicht nur aufgrund von alten Gewohnheiten oder Erinnerungen treffen wollten, obwohl es gar nicht gut für sie war. Sie war aber dabei auch sehr humorvoll und locker. „In Indien denken die Leute gar nicht über Entscheidungen nach. So kann man auch leben“, meinte sie. Wir unterhielten uns noch eine Weile über alles mögliche, dann bekam jeder von uns noch einen Teller Pasta, der in der WG vom Vortag übrig geblieben war. Es schmeckte super. Ich hatte überhaupt nicht erwartet, so freundlich willkommen geheißen und auch noch bewirtet zu werden. Wow!

Am Schluß kam ich mit einem der Anwesenden ins Gespräch, der neue Architektur macht. Er erzählte mir von seinen Projekten und ich ihm von meinen Gesängen. Er meinte, es würden jetzt viele Leute mit neuen Fähigkeiten herauskommen. Und es sei ja jetzt schon ganz anders, als wie wir noch großgeworden wären, immer schön anpassen und nur nicht auffallen. „Heute kann man schon so schräge Sachen machen“, meinte er, „ und es ist normal!“ Ich meinte darauf, daß wir ja noch den Übergang mitbekommen haben – die Leute, die heute Anfang 20 sind, sind schon damit großgeworden, sie kennen das Alte gar nicht mehr.

Wir verabschiedeten uns in guter Hoffnung auf das neue Zeitalter. 😉 Er meinte: „Mach weiter, du bist auf dem richtigen Weg.“ Ich sagte noch etwas zweifelnd: „Leben kann ich davon aber noch nicht.“ Er meinte: „Das ist ganz normal, die meisten, die jetzt anfangen, können noch nicht davon leben. Das wird alles noch kommen.“ Ich ging dort weg mit einem Gefühl, als hätte ich gerade Familie getroffen. Dabei hatte ich keinen der Leute je vorher im Leben gesehen.

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Dann machte ich mich auf den Weg zum SO 36. Das Konzert selbst war einfach unbeschreiblich. Die Musik fing ganz ganz leise an, baute sich gaaanz langsam auf … und auf einmal, ohne zu wissen, wie es geschah, befand man sich in einem akustischen Orkan, den man überhaupt nicht hatte kommen hören. Es war gewaltig, anders kann ich es nicht beschreiben.

An einem Punkt schlug der Schlagzeuger auf eine große Kesselpauke (oder sowas Ähnliches) ein. Der Fußboden vibrierte von den Schlägen. Meine Trommelfelle vibrierten auch. Als ich nach meinen Ohrstöpseln suchte, merkte ich, daß ich sie im Mantel gelassen hatte – und der war in der Garderobe. Also blieb mir nichts anderes übrig, als mir die Finger in die Ohren zu stecken.

Plötzlich tippte mich jemand von der Seite an. Als ich hinsah, bot mir mein Nebenmann zwei Ohrstöpsel aus einer Plastikschachtel an. Wow!!! Ich war ihm so dankbar, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen. Als ich sie ihm nachher wiedergeben wollte, winkte er ab. „Laß mal, ich habe noch genug.“ Das hat mich völlig umgehauen.

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Ich habe so ausführlich darüber geschrieben, um klarzumachen, daß das keine Einzelfälle sind. Es gibt plötzlich irre viel Freundlichkeit, Offenheit, Humor und Großzügigkeit ringsumher, viel mehr als früher mal. Ist natürlich mein ganz subjektives Gefühl. Und wenn es schon ganz normal wäre, bräuchte man es nicht extra zu erwähnen. Aber ich werde weiterhin solche Dinge hier posten, um sie zu feiern. Und würde mich freuen, auch von euren Erlebnissen zu hören.

3 Kommentare zu “Unerwartete Großzügigkeit

  • Du schreibst erfreuliche Geschichten!So schöööön!Daanke.Vor drei oder vier Jahren habe ich versucht,,Austausch über die neue Energie zu finden……ich bin total missversstanden worden:So etwa…“du verdrängst nur“ „du lehnst Tiefe ab“ „du bist konfliktscheu“Du hast den richtigen Zeitpunkt abgewartet liebe Silver…..! Heute fehlt mir der Eifer zum Schreiben.Umsomehr freue ich mich über dich und deine Geschichten..Herzliche Umarmung dolphindance

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    • Huhu dolphindance,

      danke für dein Feedback! 🙂 Ganz versteh ich aber nicht, was du schreibst. Was haben die Leute mit „verdrängen“ und „Tiefe ablehnen“ gemeint? Weil man die kleinen schönen Dinge des Alltags würdigt, bedeutet das, daß man keinen Sinn für die tieferen Dinge des Lebens hat … oder was? Was hattest du denn den Leuten über die neue Energie erzählt?

      Ich erinnere mich allerdings, daß ich auf Lightworkers letztens auch solche Beiträge sah: „Freude und Spaß sind ja manchmal auch ganz okay, aber wir Lichtarbeiter sind hierhergekommen, um schwere Arbeit zu tun!“ und so … Tja, der Delphin-Spirit ist wohl nicht jedermanns/-fraus Sache. 😉

      Früher hatte ich übrigens auch mal mehr Eifer zum Schreiben als jetzt. Mal sehen, wie es sich entwickelt.

      (((Knuddels))) zurück
      Silver / Zarah

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      • Übrigens 1X “ Liechtenstein“ das bin ich. Die drei anderen Klicks……..keine Ahnung.
        Ja…..und chapeau…….du zeigst schon Eifer zum Schreiben.!
        Umarmung vom Delphin-Spirit!

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