Kraut & Rüben

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Es ist keine Kunst, aber es macht total viel Spaß: Spielen mit MS Paint

Veröffentlicht September 24, 2014 von Zarah

Vielleicht liegt es ja daran, daß ich jetzt mehr mit meinem inneren Kind verbunden bin und Kinder nun mal gerne spielen. Eigentlich hatte ich nämlich vorgehabt, in MS Paint eine Zeichnung von dem dreieckigen 3. Auge zu malen, von dem ich letztens geträumt hatte. MS Paint ist wunderbar –  es hat Vorlagen für Kreise, Ellipsen, unterschiedliche Dreiecke und sogar Herzen, und man kann damit prima Formen hinkriegen, die man von Hand nie so schön zeichnen könnte.

Gerade war ich glücklich dabei, die Kreise für Auge und Pupille in mein Dreieck einzufügen, da fing irgendetwas an, mit dem Stift wild über die Seite zu krakeln. Irgendwie gefiel mir das, was dabei herauskam, und ich produzierte mehrere Schichten wildes Gekrakel in unterschiedlichen Farben. Dann entdeckte ich, daß man die Strichbreite variieren kann und daß es auch noch unterschiedliche Arten von Pinseln gibt. Woo-hoooo! Danach war kein Halten mehr. Es machte richtig Spaß, die Seite mir allem möglichen Gekrakel zu bedecken, ohne einen Gedanken daran, was das nun darstellen sollte.  Es stellte ja auch nichts dar, außer dem begeisterten Wesen, das seinen Spieltrieb austobt. 😀

Gekrakel

Nachdem ich erstmal rausgefunden hatte, wie man richtig breite Striche machen kann, fing ich an, für meinen Herzallerliebsten ein Herz zu malen. Die erste Version sah richtig cool aus. Ich wollte nur noch ein Stück vom Rand abschneiden, verlor aber dabei das ganze Bild.

Doch der Schaffensrausch hatte mich gepackt, und so fing ich gleich das nächste an. Es war ein bißchen gewöhnungsbedürftig, da ich manchmal mit dem Pinsel Striche irgendwo hinsetzte, wo ich sie eigentlich gar nicht haben wollte. Das mußte dann alles wieder übergepinselt werden. Nach einer Weile ging es dann aber schon besser. So sah es gestern abend aus:

Mein krakeliges Herz

Mein krakeliges Herz

Als ich es heute morgen wieder ansah, dachte ich mir, es müßte doch eine Möglichkeit geben, den Hintergrund einzufärben. Die gibt es auch, aber ich fand sie erst, als ich schon alles von Hand eingeschwärzt hatte. 😉

Cool, oder? Mir gefällt es jednfalls ..

Cool, oder? Mir gefällt es jednfalls ..

Als ich dann raus hatte, wie man Hintergründe farbig macht und Formen ausfüllt, hab ich noch ein bißchen mit der Herzvorlage rumgespielt und versucht meinen Namen zu schreiben. So ein Kunstwerk braucht doch schließlich eine Signatur, oder? 😉 Das Schreiben erfordert etwas Übung, wenn man die Schrift klein haben will. Am Anfang gingen meine Buchstaben über die ganze Seite, doch nach und nach bekam ich den Bogen raus.

orange herzen

Und noch mal in Blau:

blaue Herzen

Sowas ist doch super, wenn man seinen Lieben mal eine Postkarte schicken will, oder?

Microsoft Paint findest du in deinen PC-Programmen unter „Zubehör“. (Für Mac-User gibt es bestimmt was Vergleichbares.) Probier es selbst aus – es macht riesigen Spaß, und das Schöne für Faulpelze wie mich ist, daß man hinterher keine Pinsel auswaschen und auch nicht die Wohnung von den Ölflecken reinigen muß. 😉

Viel Spaß 

Business-Coaching II – Kristall-Visionen

Veröffentlicht September 12, 2014 von Zarah

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Kinesiologie – Das Auflösen von Mustern

Die Abenteuer mit meinem Business-Coach gehen weiter …

Von meiner ersten Sitzung bei ihm hatte ich ja vor kurzem schon einmal berichtet. Dieser Mann hat viele Talente, er ist nämlich nicht nur Buchhalter und Business-Coach, sondern leitet auch noch Familienaufstellungen (darüber hatte ich ihn kennengelernt), und in meiner zweiten Sitzung bei ihm stellte sich heraus, daß er auch noch in Kinesiologie bewandert ist.

Wir machten eine ausgedehnte kinesiologische Sitzung, bei der auch die inneren Organe getestet wurden. Dabei testete die Bauchspeicheldrüse als schwach, der Schlüsselbegriff dazu lautete „abgelehnt“, was ja auch wirklich die Grunderfahrung meiner Kindheit war. Ich paßte nirgends hinein, trat mit großer Treffsicherheit in alle herumstehenden Fettnäpfchen, und bis zur zehnten Klasse war ich in der Hackordnung ganz unten und niemand wollte etwas mit mir zu tun haben. Da paßte das Wort „abgelehnt“ ganz gut. Andererseits hatte ich es auch selbst abgelehnt, in dieses Leben zu kommen, und mir so wahrscheinlich genau diese Energie für mein Leben erschaffen. Wir lösten diese Muster dann mit einer Klopftechnik auf (er nannte das „Entkoppeln“), und er meinte, das würde helfen, daß ich andere Menschen wieder an mich heranlassen kann und damit auch das Feld öffnen, daß Leute, die sich für meine Arbeit interessieren, den Weg zu mir finden können.

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Das JobCenter ist nicht beeindruckt

Meine Jobcenterdame war davon allerdings wenig beeindruckt. Sie wollte wissen, wieso ich überhaupt auf Tauschbasis arbeite? Schließlich sei die Selbständigkeit dazu da, ein Einkommen zu erwirtschaften, damit ich irgendwann vom Jobcenter unabhängig sein kann. Wenn mein Coach und ich uns da ein bißchen Spielgeld hin- und herschieben, seien das ja noch keine Einnahmen, sondern eher sowas wie eine Erziehungsmaßnahme. Und wenn ich nicht in den nächsten Monaten einen deutlichen Aufwärtstrend in den Einnahmen vorweisen könne, werde sie die Existenzgründung als gescheitert ansehen und mich wieder in die normale Jobcenter-Abteilung zurück überweisen, um mich in einen Job im „ersten Arbeitsmarkt“ zu vermitteln.

Sie ist aber eine ganz Nette und sah gleich, woran es bei mir hapert: Ich kann einfach nicht gut Reklame für mich selbst machen und ständig Leuten Werbemails zuschicken. Ich finde ja selber Spammailings und Callcenter-Anrufe total nervig – warum soll ich dann jemand werden, der andere Leute ebenfalls nervt?

Aber sie meinte, wenn man nach ein, zwei Monaten mal eine Mail schickt und denjenigen fragt, wie es ihm inzwischen geht und ob er wieder mal kommen möchte, sei das noch kein Spam. „Die Kunden erwarten das sogar“, meinte sie. „Die testen Sie. Wenn Sie sich nicht melden, heißt das, daß Sie hinter Ihrem Angebot nicht stehen.“

So hatte ich das bisher noch nicht betrachtet, beschloß aber, es damit zu versuchen. Mein erster zaghafter Versuch einer Nachfrage war allerdings von wenig Erfolg gekrönt, da ich die Frau, die Interesse an meiner Arbeit gehabt hatte, nicht erreichen konnte. Es fühlte sich doch so an, als sei das nicht der richtige Weg.

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Gesangssitzung für meinen Coach

Inzwischen gab ich meinem Business-Coach die zweite Sitzung, in der es um ein physisches Symptom und die Ausweitung seiner eigenen beruflichen Aktivitäten ging. Dafür machte ich je einen Gesang – der fürs Berufliche war recht normal, der für den Körper sehr intensiv. Dann wollte auch noch ein dritter Gesang durchkommen, doch ich konnte keine Informationen dazu bekommen, worum es dabei ging. Dieser letzte Gesang schien aber beinahe am stärksten zu wirken. Wir sprachen noch etwas über unsere gegenseitigen Berufspläne, vereinbarten einen Austausch-Termin, ich bekam meine 60€ (das „Spielgeld“) zurück, und wir verabschiedeten uns. Als ich danach noch eine kleine Meditation machte, stellte ich fest, daß sich scheinbar irgendetwas in der Mitte meiner Stirn extrem aktiviert hatte. Das ist das schöne an den Gesängen: sie wirken immer auch auf einen selbst.

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 Stein-Bestimmungen

Gestern fand dann der Austauschtermin statt, und wieder verlief alles anders, als ich mir das vorgestellt hatte. Mein Coach drückte mir als erstes einen Stein in die Hand und fragte mich, ob ich wisse, was für ein Stein das sei. Der Stein war braun mit kleinen blauen Stellen dazwischen.„Hab sowas noch nie gesehen“, sagte ich, „aber die blauen Stellen da, das könnte fast Opal sein.“ (Mit Opalen habe ich mich nicht so beschäftigt, da meine Lieblingssteine Bergkristalle sind.) Er bestätigte, es sei wirklich Opal. „Na, dann ist das andere Matrix“, sagte ich. „Matrix?“ Damit konnte er nichts anfangen. „Naja, Muttergestein. Das Gestein, auf dem der Edelstein wächst.“ Er schlug es in seinem Edelsteinbuch nach, und dort gab es tatsächlich einen Eintrag über „Opalmatrix“. Wenn man sich von diesem Stein angezogen fühle, dann bedeute das, daß man zur Einfachheit zurückfinde.

Er meinte, es sei ja toll, daß ich mich damit so auskennen würde. Ich erzählte ihm, daß ich mich in den 90er Jahren viel mit Steinen beschäftigt hatte und ständig auf Edelsteinmessen gewesen war. Aber jetzt hätte ich keinen Platz mehr, da schon alles mit Steinen voll sei. Eigentlich müßte ich mal welche weggeben. 😉

Darauf führte er mich zu seiner kleinen Steinsammlung, die vor der Balkontür ausgebreitet war, damit ich ihm sage, um welche Steine es sich handelt. Mir war vorher gar nicht klar gewesen, daß er das nicht wußte. Ich nannte ihm die Namen der Steine, die ich kannte, gab ihm ein paar Infos dazu, und er schrieb sich alles auf.

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Der „Meisterkristall“

Dann unterhielten wir uns darüber, wie wir dazu gekommen waren. Er erzählte mir, daß er Mitte der 90iger auf einer großen Reise mit einem channelnden Ehepaar gewesen war, um Kraftorte zu aktivieren. Auf der Suche nach jemandem, der ihre Reise finanzieren würde, hatte er in Seattle einen Typen kennengelernt, der ein esoterisches Magazin herausgab und einen Eso-Laden von der Größe eines kleinen Supermarktes hatte. Dieser empfing ihn mit den Worten: „Du bist genau der Typ, auf den ich gewartet habe“, und schenkte ihm einen Doppelender, den er „Meisterkristall“ nannte. „Woran hat er das denn festgemacht?“ wollte ich wissen, da ich in den 90ern so einiges an Kristall-Hypes erlebt hatte. Da brauchte ein Stein nur als „Transformationsstein“ oder „Stein des Neuen Zeitalters“ oder dergleichen angepriesen zu werden, und schon stürzten alle los, um diese Steine zu kaufen.

„Am besten machst du mit dein Steinen deine eigenen Erfahrungen, statt einfach irgendwas zu glauben, was dir jemand erzählt“, meinte ich. „Ja“, sagte er, „aber ich weiß gar nicht, wie ich anfangen soll.“

Ich erzählte ihm, daß ich früher immer jeden neuen Kristall, den ich bekam, auf die Stirn aufgelegt und dabei teilweise recht spannende Erfahrungen gemacht hatte. Ein Kristall war damals mein „Visionsstein“. Ich brauchte ihn nur auf die Stirn zu legen und fing sofort an, Bilder zu sehen. (Leider wurde er mir dann in Dublin mitsamt dem Portemonnaie geklaut.)

„Du kannst ihn aber auch einfach mal durch die Aura bewegen und gucken, was passiert.“ Um ihn auf die Stirn aufzulegen, war sein „Meisterkristall“ nämlich ein bißchen zu groß. Ich nahm ihn in die linke Hand, hielt ihn einfach ein Stück von mir weg und stimmte mich auf die Energie ein. Der Kristall fing sofort an, in meinem Energiefeld zu arbeiten. Je länger ich ihn hielt, desto tiefer ging es. Das Spannendste war aber, daß mein Coach plötzlich anfing, Bilder zu sehen!

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Kristall-Visionen

Als erstes erschien das Bild einer alten weisen Frau, die vor einer Höhle über einem Feuer irgendetwas zu essen zubereitete. Dann kam ich ins Bild, und mein Coach meinte, die alte Frau wolle, daß ich in die Welt hinausgehe und mein Leben lebe. „Aber ich kann dich doch nicht allein lassen“, sagte ich. Er meinte, ich könne sie nicht loslassen. Sie habe mir auch viel gegeben, aber das sei alles in der Vergangenheit und ich solle jetzt nach vorne blicken. „Ich bin alt, ich hab mein Leben gelebt“, sagte die alte Frau. „Aber du mußt deins leben.“

Er sah, daß durch meine Weigerung, sie loszulassen, das Energiefeld sich total verengt hatte, so daß von außen nichts mehr eindringen konnte. Alle helfenden Kräfte, die draußen irgendwo sind, konnten so nicht bis zu mir gelangen. Als das Energiefeld sich immer weiter verengte, ging ich schließlich auf sie zu, und wir verschmolzen miteinander. Dann ging ich gewissermaßen durch sie hindurch.

Auf einmal war da etwas wie ein Mini-Vulkan (ca. 10 cm hoch). Die Öffnung war von glitzernden Steinen umringt, in der Mitte loderte das Feuer heraus. Dann kam ein Wesen ins Bild, das ganz rot war. Mein Coach meinte zuerst, es sähe aus, als hätte ich irgendwann mal mit einem Dämon zusammengearbeitet. Ich fragte ihn, ob es vielleicht auch ein Feuer-Elemental sein könnte, und das war es dann wohl auch. Dieser Feuergeist nahm den Vulkan, der inzwischen die Form einer Schale angenommen hatte, in der eine Flüssigkeit war. Er trank selbst von der Flüssigkeit und gab dann mir davon zu trinken, wovon mir ein bißchen schlecht wurde.

Mein Coach meinte, wenn ich mich mit den beiden Energien (der alten Frau und der Feuer-Energie) immer mehr verbinden würde, würde ich ein ganz neues Selbstwertgefühl und eine neue Kraft und Klarheit bekommen und genau wissen, was ich in die Welt bringen will und wie ich das umsetze.

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Aqua Aura – plejadische Technologie oder Coelestin-Ersatz?

Ich gab ihm noch ein paar Hinweise darüber, wie er seine Steine im Raum verteilen und reinigen sollte, und er begab sich gleich ins Bad, um seinen Aqua-Aura-Kristsall unter fließendes Wasser zu halten. Er hatte ihn nämlich die ganze Zeit neben dem Computer stehen gehabt, und die Kristallenergie war kaum noch zu spüren. „Den hab ich mal auf einem UFO-Kongreß in frankfurt von einem Typ namens Alper gekauft“, sagte er. „Meinst du etwa Frank Alpert?“ wollte ich wissen. „Den Typ, der Exploring Atlantis geschrieben hat?“

„Ja“, sagte er, „genau, Frank Alpert, so hieß er. Der hat mir erzählt, daß diese Kristalle mit plejadischer Technologie hergestellt werden.“

„Wow“, sagte ich, „du hast ja interessante Leute getroffen! ABer ich würde trotzdem nicht einfach alles glauben, was die Leute so erzählen …“

Inzwischen habe ich danach gegoogelt, und es ist genau wie ich dachte: Die einen feiern den Aqua Aura als tollen New-Age-Heilstein, während andere ihn als Ersatz für den schwer zu bekommenden Coelestin betrachten. Was mich jetzt doch inspiriert, mal wieder mit meiner Coelestindruse zu meditieren …

Dann schritten wir zum zweiten Teil der Sitzung, dem kinesiologischen Testen eines tiefsitzenden Glaubensmusters. Was sich dabei zeigte, erzähle ich im nächsten Teil … stay tuned! 🙂

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Writing 101 Day 18: A Quiet Riot

Veröffentlicht Juni 27, 2014 von Zarah

Writing 101 Day 18 – A Quiet Riot

The neighbourhood has seen better days, but Mrs. Pauley has lived there since before anyone can remember. She raised a family of six boys, who’ve all grown up and moved away. Since Mr. Pauley died three months ago, she’d had no income. She’s fallen behind in the rent. The landlord, accompanied by the police, have come to evict Mrs. Pauley from the house she’s lived in for forty years.

Today’s prompt: write this story in first person, told by the twelve-year-old sitting on the stoop across the street.

Maybe I didn’t use that point-of-view thing the way it was supposed to be – but this 12 year-old didn’t seem to be content to just sit there while old Grandma Pauley was evicted. He wanted to do something, and he did.

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A Quiet Riot

Yesterday there was a riot in our street. Well, maybe not a real riot with violence and stuff, but sort of an uprising. A small one, but still.

I was sitting on the steps in front of our house, texting my BF about meeting later in the afternoon when I noticed cops on the other side of the street. Cops in our street? Weird. Nothing ever happens here. It’s a quiet neighbourhood. They had this official looking guy with them. Dark suit, white shirt, a tie, and a smooth face like a TV presenter. They were walking up to Grandma Pauley’s place.

Now Grandma Pauley is just the sweetest little old lady you could ever hope to meet. She has lived here her whole life, she’s been like a real grandma for all of us children here. Actually Grampa Pauley, her husband, was like a grampa for all of us too until he died of a stroke three months ago. I didn’t know what a stroke was then, but my mom explained it to me. She’s a nurse, my mom. She knows about all this weird medical stuff. It went real quick. Maybe better for him than if he had died of a long illness, like cancer or something. But Grandma Pauley was very sad after he died. They had been married like forever. The best thing about it was, they were old and still happy together. You could see it when they looked at each other. The warmth in their smiles. So when he was gone so suddenly she was downtrodden. That’s a word I’ve learned, downtrodden. It’s an old-fashioned word, but I love old English words like that. Maybe I’m going to be a writer some day. But I’m not sure yet. There’s more to being a writer than just knowing some unusual words.

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Well, anyway – after her beloved Willy died, Grandma Pauley dressed all in black and stopped talking to people. It was weird because she always used to be so cheerful, chatting with everyone, baking cakes for people’s birthdays, telling stories to us children and all that. But the loss of him took all the spunk out of her, it seemed. She just withdrew inside of herself. We tried to talk to her, ask if we could help her in any way, but she just wouldn’t open the door or answer the phone. Mom told me some people get like that when they’re grieving. It’s called a post-traumatic depression or something.

But what did these cops want from her? It’s not illegal to be depressed, is it? I went across the street to find out. “That’s none of your business, son”, one of the cops said. He looked rather stern, as if he wasn’t comfortable with me being there. But the other one was more friendly. He was still young, he had grown up in this street and he knew Grandma well. He thought it was not okay to send police to her, but he had to obey the orders of his chief. It turned out that Grandma had not paid the rent for the last three months, ever since Grampa Willy died. Probably she didn’t even know how to go about it, because Grampa had always taken care of all the paperwork and she didn’t understand about all the legal stuff. Now they were going to evict her for not paying the rent.

Of course that was impossible. Where would she go if they kicked her out of her home? She’s been living here for the last 40 years. She’s over 80 now. I thanked the officer kindly for the information and went around the corner and texted everyone I knew about what was happening, and that they should hurry up and come to Grandma’s door and help before this sleek-looking guy could really get her evicted.

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It worked like a charm. Within minutes, there were about a hundred people there asking what was going on. And more were coming. My friend Davy’s dad, Mr. Jones, is a lawyer, and he said he would represent Mrs. Pauley and all the paper stuff and claims should be directed to him. That was a low blow for the sleek-looking guy from the housing company. He’d thought if Grandma was too poor to pay the rent, she would never be able to afford a lawyer. He thought he could get it over with real quick and without a lot of noise. But he wasn’t from this neighbourhood. He didn’t know we all loved Grandma, and that we were all going to help her and stand up for her if she really got into trouble. None of us had known that she wasn’t able to pay the rent, or couldn’t figure out how it was done. She had been just to proud, or maybe too downtrodden, to ask for help.

The young cop actually looked quite relieved that he didn’t have to evict Grandma now. He had been feeling really bad about it. Mr. Jones told the bloke from the housing company that he would get in touch with Grandma’s children. Next of kin, he called them. They didn’t know about this either. They all lived far away. One was in Australia, one in New Zealand, one was in an ashram in India and one lived in a wooden cabin in Canada, without phone, internet or any other means of communication. The latter two were a bit difficult to reach, but Mr. Jones managed to contact the others. They had had no idea that their mom was in such trouble. They had been here for their dad’s funeral, but apparently she didn’t tell them anything about her financial situation. They sent enough money via cable to cover the debt, so Grandma was out of trouble for the time being.

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Of course that wasn’t the end of it yet. Grandma needed to be covered for the future too. She had had a real shock when she realized that she would have to leave her beloved home if these things didn’t get settled. She had been buried so deep in her grief that she had always postponed the “official” stuff until the next day, and then the next, and then the next … Mr. Jones said that he would go through all the papers and see to it that the financial situation was cleared up. He wasn’t going to charge for it – he just wanted to help so she could stay in her home until the end. She could have lived with her son in Australia – he had offered to take her in when Grampa died -, but she didn’t want to. “I was born here, and I’m going to die here. My beloved Willy died here too, and I want to be buried next to him”, she said. We all had a big meeting in her living room after the cops and the housing company bloke had left. That was when she finally understood that you have to ask for help when something’s up. And she also finally understood how much we all loved her. She was really moved to see how many people cared about her.

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One thing still remains to be told. A friend of my parents‘, Jim Cooper, works for the Morning Post. My mom told him the whole story, and this morning there was a big story about it in the Post. Of course they used it as a hook to write about the housing situation in general, and the desolate situation of old and bereft people. But something incredible happened – Grandma got dozens of calls and letters from total strangers, people came by to visit and bring groceries and stuff. Everyone wanted to help. She got so many donations that her rent for the next six months was secured. She was famous now! “The Granny of Old Cook Street.” It overwhelmed her a bit, actually. She had never wanted to be famous. But she was glad – as were we all – that she could remain in her home and in our street for the rest of her life.

Oh yeah – Jim said that he was going to do some more research on that housing company. He was sure that there must be some weird stuff going on if they were in such a hurry to get Grandma out of her house. It will be interesting to see what he can find out.

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Writing 101 Day 7: Trans-cendence

Veröffentlicht Juni 11, 2014 von Zarah

Writing 101 Day 7: Give and Take

Write a post based on the contrast between two things — whether people, objects, emotions, places, or something else.

Today’s twist: write your post in the form of a dialogue. 

 

Trans-cendence

“Come on”, he said, in an exasperated tone, “you can’t tell me that a woman with a beard is natural.” We had been watching the replay of Rise Like A Phoenix, the Eurovision winner title for 2014 .

“Natural?” I asked him. “What do you call natural? A beard is quite natural, don’t you think? Silicone implants, on the other hand – that’s totally unnatural and still you accept it. And what about botox, facelifts, nose jobs? Even dyed hair and makeup are artificial – tools to make you look younger and more beautiful, lipliner to make your lips appear fuller, hair welding to make your hair longer, all that stuff. Doesn’t that strike you as unnatural?”

“Well yes, it does”, he said, “but it’s just not that obvious. I wouldn’t be able to tell if someone’s hair was real or fake. But that this person is a fake is so blatantly obvious.”

“So what?” I shrugged. “Look at Cher, at her dainty little nose. And then have a look at some of her pics from the sixties and the nose she had then. Or Michael Jackson. He just looked like a zombie in the end, after his countless ‚beauty‘ operations.”

“Yeah, that was terrible”, he agreed. “I didn’t like that either. But at least he still looked like a man.”

“So that’s what bothers you”, I said. “Just admit it. You can live with unnaturalness all right, as long as it doesn’t challenge your preconceived ideas of what men and women ’should‘ look like.”

We lapsed into an uncomfortable silence. Finally I said, “Did you know that I was seriously considering having a sex change some years ago?”

He looked shocked. “You did?? No, I had no idea. Why on earth would you want to do that?”

“Because I felt like a man, so I wanted to look like one. I wanted that beard stubble and the muscles and the deep voice. I wanted to look like a pirate. Like Johnny Depp in Pirates of the Caribbean.” I grinned.

“God …”, he muttered. “Good thing you didn’t go through with it, then. What made you change your mind?”

“Well, I got some info about what that would actually entail – what can be changed by an operation and hormone treatment and what can’t, and I decided it just wasn’t worth the trouble. It wouldn’t have been the real thing … plus I don’t have the physical build to be convincing as a male”, I added, indicating my deplorable height of five foot four. “I’d never be able to find a lover, for one thing. Gay men prefer the tall, broad-shouldered type.”

“You’re much more convincing as a woman”, he said.

“I know”, I sighed. “Everyone says so. Well, almost everyone.”

“What about yourself?” he asked. “Don’t you think so too?”

“Frankly, I don’t care what other people find convincing”, I said. “My friend Gene is better at wiggling his bosom than me, although his is fake and mine is genuine. It’s because he really feels feminine, and I don’t.”

“God, that fag”, he said, looking disgusted. “Did you have to bring him up? I really don’t understand … ”

“… why I like him?” I said. “Because we obviously have some things in common. Besides, he’s got a great sense of humour. Going out with him is a guarantee for having a great time.”

“If you’re like him, maybe”, he said. „For me, it wouldn’t be. I’d feel so embarrassed …”

“But why?” I asked. “Why would you feel embarrassed? It’s really good fun.”

He looked surprised. “Isn’t that obvious? A drag queen, for Chrissake! People might think I’m also one of them. It might even cost me my job.”

“Of course”, I said. “I hadn’t thought of that. Sorry for being such a dimwit.”

He acknowledged my apology with a curt nod. We fell silent for a while. Reluctantly I came to the conclusion that although Paul was one of my best and oldest friends, we would probably never see eye to eye on these matters. But at least I had mustered the courage to tell him about my almost-operation and my feelings concerning a “female” identity, and it had actually gone better than I thought it would. That in itself was a small victory.

The topic of aliens would have to wait until another time …

Ufo

Writing 101 Day 3 – It’s Only Rock’n Roll …

Veröffentlicht Juni 4, 2014 von Zarah

Today, celebrate three songs that are significant to you. For your twist, write for fifteen minutes without stopping — and build a writing habit.

Today’s twist: You’ll commit to a writing practice. The frequency and the amount of time you choose to spend today — and moving forward — are up to you, but we recommend a minimum of fifteen uninterrupted minutes per day.

Well, this is a compromise, then  – I did edit out some of the spelling mistakes after I finished, and added some paragraphs … but I wrote without stopping MUCH longer than fifteen minutes. 😉 And I haven’t deleted or changed anything, except some of the more ugly typos. And added the music. Here goes …

Today’s assignment is to celebrate the three most important songs in my life. THE three. OMG. My life has been all about songs, music has been my companion ever since I can remember and I am supposed to narrow it down to THE three most importantsongs? How the f’** am I going to do that? I would have to sit down and think for hours … what songs have influenced my life? what songs do I keep coming back to even avter 30 years ore more? What songs move me most deeply? There are so many that it feels overwhelming just to think about it.

One song that comes to mind is Iggy Pop*s “The Passenger”. In this song he celebrates Berlin, where he spent a few years, the years he made records with David Bowie. Berlin, where I have spent more than half of my life. I moved here after I finished school, I couldn’t wait to get away from the small town where I grew up. It felt too narrow, too confining, and Berlin at that time was the capital of punk rock. There were squats, there were dilapidated houses, everything so run down, it was glorious. There also was the Berlin wall. But it was good to be on the western side of it. There was more freedom than anywhere. People came here because they were freaks or punks and this was the only place where they could life a life free of restraints. Then you could rent an apartment for 90 DM, which wuuld be the equivalent of 45 €. That gave you freedom because you didn’t have to think too much about how to pay your rent.

That has all changed now. Ever since Berlin became the capital of Germany, investors have been crowding into the city trying to turn every bit of ground into a real estate venture. *yuck* so Iggy’s song reminds me of the 80s, when it was still “West Berlin”, a special insular place in the middle of Communist East Germany, that you could only reach by a “transit” route where East German police would try to waylay you whenever you violated the rules of traffic, because then they would have the right to charge you for penalty and receive West German money – which was more valuable then their own currency.

Now I havent really written about the song … I danced to it for ages (it seems), he sings about “the city’s ripped backsides” and I think about Berlin, seen from the backside, when you go by Tube in the places where it’s overground and you can see the buildings from the backside. It reminds me of ruined places where punks gathered, the toilet was always broken and this music would be played. Today there is nothing left in that way. Everything has become really expensive. You cant go out dancing without paying 10€ admission. Back then it was always free or next to nothing.

Now for the next song … which one will come up? I have no idea. I think of The Damned … what a great band! Yes I think the song that starts playing in my ears is “Smash It Up.” One more punkrock song. Dont know what to write about it other than that I love it. Part One is just instrumental and very laid back, very melodic and harmonious. Then Part Two starts with the actual “song”, with dancable rhythm and vocals. Oh how I love Dave Vanian’s vocals … but actually I love the whole band, Rat Scabies and Captain Sensible, all of them. It would just not be the same crazy band if only one of them was missing. Don’t know what else to say than that I just love this song, and lots of others by them … History of the World, Plan 9 Channel 7, These Hands, and so many more. But I don’t want to pick two of their songs for the three most important ones, so I have to choose something else.

Lords Cover

One of my favourite bands of all time are the Lords of the New Church. I’m pretty sure most people have never heard of them. When I saw the coverof their first album back in 1985 (or thereabouts) and they looked like pirates sitting in a desert, I just thought “Wow! These are my people … I love them.” And when I listened to the record, I loved them even more. The first notes and chords from that record, through to the very end, I just thought nothing else but WOW and YES and This is the music I’ve been waiting for, without knowing that I was waiting for this. I saw them three times live after that, and in 1990 unfortunately their singer, Stiv Bator, died from the effects of a car accident … so the three albums they made back then will forever remain the only ones. *sniff* So, which one of their sngs should I pick to write, about? I love them all. I*ll go for “Living on Living” though, it has this eerie drumsound and it talks about someone who prowls the streets at night and isn’t fully human, the way I’ve always felt. “The subterranean escapes the light to an empty space / I’ll do my time prowling in the streets behind a human face / And I*m living on living /Living on Living / Gotta Roam / Yeah I*m living on living / Nowhere to go leave me alone …

Well now that I have practically finished the assignment, so much more comes to mind … songs by the Cramps, Human Fly, Primitive and People Ain’t No Good. They all celebrate being yourself, being different, not being the average human or the person society expects you to be. “The things I do you*d never try / What I get free you have to buy / Primitive / Thats how I live / Primitive / I take what you give” oh I could go on forever writing about my favourite songs of the 80s and I haven’t even started writing about my favourite bands that came later, like Kyuss and Monster Magnet … anyone still interested in reading these ramblings? Okay … lol Monster Magnet is just CULT even if lots of people think theyre mainstream and boring – but he keeps writing songs about time machines, talking to planets, living on weird drugs, dropping from the sky as a Space Lord and stuff like that. I love it. Also it’s body music … the songs are always very simple but compelling and great to move to. Dave Wyndorf escaped death narrowly more than once and his health isn’t so good anymore but he still keeps on touring and making records, tha man is a HERO. Period. Kyuss is great when you feel like just letting your mind drift away into wide open spaces and not think anything … if I had to pick one song it would be Space Cadet. I*ll leave it at that because if I continue writing I*ll be sitting here next week … the more I write the more great music comes into my head. I will insert some youtube videos if I post this. And of course I will think of lots of great songs later on and think why didn’t I think of that for the assignment? But that*s the way it goes …

Als das Wünschen noch geholfen hat – Die Rückkehr der magischen Realität

Veröffentlicht April 23, 2014 von Zarah

Als ich letztens die Aufnahmen der letzten Monate durchhörte, um endlich mal wieder meine inzwischen angesammelten MiniDiscs zu beschriften, fand ich die folgende Session von Ende Januar wieder. Das geht mir oft so: ich setze mich hin, um irgendwas zu channeln oder herauszufinden, und dann vergesse ich es – bis ich irgendwann wieder über die Aufnahme stolpere. Gott sei Dank gibt es Aufnahmegeräte! 🙂

Es ist schwer zu beschreiben, wie das ablief … es begann damit, daß beim Einstimmen einfach intuitive Wahrnehmungen hereinkamen, wobei ich aber nicht das Gefühl hatte, daß die aus irgendeiner bestimmten Quelle stammten. Ich nannte es dann „die Information aus dem Feld ziehen.“ Inzwischen habe ich durch ein wundervolles Buch herausgefunden, daß es verschiedene Formen übersinnlicher Wahrnehmung gibt (Hören, Sehen, Fühlen und Intuition), was zwar irgendwie auch „Channeln“ ist, aber nicht von einer bestimmten geistigen Wesenheit kommt. Vielleicht war das eine Mischung aus allem. Vom Gefühl her war es wie Fühler auszustecken und dann zu warten – und die hereinkommenden Infos zu versuchen in Worte zu fassen, was zeitweise echt schwierig war. Lest es also mit euren eigenen intuitiven Antennen „eingeschaltet“, denn ich kann da auch nur „übersetzen“, wsa für mich einigermaßen klar erscheint – und das ist sicher nicht alles, was da ist, und muß durch meine eigenen Filter gehen. Ich habe das, was eher aus meinem „normalmenschlichen“ Bewußtseinszustand kommt, in normaler Schrift, und die intuitiven Antworten in Kursiv gesetzt.

Als ich mich weiter ins Thema vertiefte, schien es an einem bestimmten Punkt doch wieder so, als ob ich mit jemandem spräche. Ich kann jetzt nicht mehr genau rekonstruieren, ab wann es sich veränderte. Vielleicht verändert sich ja auch so nach und nach das Konzept vom „Channeln“ als verbaler Kommunikation. Auch beim Channeln von Wesenheiten ist es in letzter Zeit oft eher so, als ob sie mir telepathische Durchgaben übermitteln, die ich dann erstmal in Worte „übersetzen“ muß. Es scheint, als sei diese Form der Telepathie das, worauf früher oder später alle Kommunikation hinauslaufen wird, da der verbale Austausch einfach viel zu langsam ist, um bestimmte Datenmassen zu bewältigen. Ein bißchen, als würde man versuchen, mit einem Analog-Modem längere Youtube-Videos zu laden … es funktioniert nicht wirklich.

Den Abschnitt über die Musik können die Leute, die sich nicht so für Musik interessieren, getrost überspringen. Es ist nur ein Beispiel dafür, wie sich die Grenzen zwischen den Menschen auflösen – die zurzeit in vielen deutschen Städten stattfindenden Montags-Mahnwachen sind ein weiteres.

Viel Spaß beim Entdecken der magischen Realität! 🙂

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Als das Wünschen noch geholfen hat – Die Rückkehr der magischen Realität

31.1.2014

Sandra Walter hat geschrieben, daß dieses Wochenende extrem viel von diesem neuen Licht reinkommt, und wenn man ein Gatekeeper oder sowas ist, soll man mit neuen Strukturen experimentieren, und ansonsten soll man einfach das Licht halten und Liebe durch sein Herz strömen und so. […] Ich hab schon das Gefühl, obwohl alles so aussieht wie immer, daß sich extrem viel auch verändert, auch für mich selbst jetzt gerade, auf den inneren Ebenen oder auf der Selbstwahrnehmung, oder wie auch immer man das nennen will. […] Und dann habe ich aber noch sowas wie eine Distanzierung, so als ob die ganzen Dinge, die jetzt auf Weltebene stattfinden, gar nicht mehr so wichtig wären. Also als ob jetzt irgendwas Größeres, eine größere Perspektive reinkommt. Aber so richtig wissen tue ich auch nicht, was das da wird. Und jetzt dachte ich, setze ich mich mal hin, um da Genaueres herauszufinden.

(geht in die Verbindung) Also es fühlt sich irgendwie an wie eine Ausweitung. Aber gewissermaßen in eine Energie, die nicht mehr viel mit dem, was man so kennt, zu tun hat. Ich kann es gerade schwer beschreiben. Ich öffne mich einfach mal für die Informationen, die da vielleicht kommen möchten darüber. (Pause)

Ja, das sieht aus wie erstmal so der ganze Planet, durchdrungen von einer Energie von … also die sieht aus wie Weiß, so ein bißchen gedämpftes Weiß, und völlig neutral und unberührt. Und die hat nichts zu tun mit irgendwas, was bis jetzt auf diesem Planeten stattgefunden hat. Die Ereignisse, die sind alle noch sozusagen im alten Framework angesiedelt. Während dieses hier ist … ja, ich weiß gar nicht, wie ich es beschreiben soll. Das ist wie … wie so eine weiße Decke. Möchte mir jemand was dazu sagen? Oder möchte dieses Weiße da selbst sprechen, was es ist?

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Das Neue ist keine verbesserte Version des Alten

Ja, das ist wie sozusagen die unberührte Energie von der neuen Realität. Und das ist wie ein unbeschriebenes Blatt sozusagen, wo noch nichts drauf geschrieben worden ist. Ich dachte, da wären schon Leute zugange mit der neuen Erde und so?

Das sind alles auch schon alte Begriffe. Sogar der Begriff „neue Erde“ ist alt. Kriege ich hier. Verblüfft mich jetzt, aber so kommt es hier durch. Und zwar deswegen, weil da schon so ganze viele Vorstellungen dranhängen, die von dem ausgehen, was Leute kennen. Und von dem, was sie kennen, stellen sie sich vor, wie das Neue dann wär, aber das ist es nicht. Denn das, was das Neue wirklich ist, das kannst du nicht aus dem Alten heraus extrapolieren sozusagen. Das Neue ist keine Fortsetzung des Alten, nur besser. Es ist anders. Es ist total anders.

Ja – was macht man denn? Macht man irgendwas damit? Oder läßt man es einfach nur mal so sich so … ausbreiten? (lacht) Oder …

Ja, gut ist, erstmal zu begreifen, daß das keine Fortsetzung des Alten ist und man auch nichts damit machen muß, und dann sozusagen es aus sich selbst heraus entfalten zu lassen. Gar nicht irgendwie was machen wollen. Weil das Machen kommt immer noch aus den alten Vorstellungen, was man tun sollte / müßte / könnte irgendwie. Aber es möchte selbst, aus sich selbst heraus wachsen.

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Den Impulsen folgen, die aus dem Innern aufsteigen

Also man soll auch gar keine Impulse geben für irgendwelche Wachstumsrichtungen oder wie?

Das funktioniert dann so, kriege ich hier, daß du nicht den Impuls da reinsendest, sondern du guckst, ob in dir ein Impuls kommt. Weil in dem Moment, wo du dich verbindest mit dieser neuen Matrix, wenn man so will, dann tut es in dir die Dinge sozusagen auch anstupsen, die da geschehen wollen. Und wenn du dann fühlst und wenn du guckst: Okay, da soll jetzt das und das kommen, auch wenn du noch gar nicht weißt – oder es ist sogar gerade gut, nicht zu wissen, wie das dann aussehen würde oder so. Dann kriegst du vielleicht nen Impuls, irgendwie was da reinzugeben, ohne daß du weißt, worauf das jetzt hinausläuft.

Ist vielleicht wie: Jemand drückt dir ein Samenkorn in die Hand, aber du weißt vielleicht gar nicht, was das für eine Pflanze wird, wenn du das in die Erde steckst. Und dann kriegst du halt sozusagen einen Impuls, das an einer bestimmten Stelle in die Erde zu stecken und zu bewässern. Und mehr brauchst du da eigentlich auch nicht zu machen. Du brauchst nicht zu wissen, was es wird, du brauchst nichts zu planen. Du brauchst nur den Impulsen zu folgen, die von alleine kommen durch deine Verbindung mit dieser neuen … Energie da. Ich nenne es jetzt einfach mal „Energie“ in Ermangelung eines besseren Wortes. Und das … da muß man einfach wirklich Vertrauen haben und aufmerksam sein auf die Impulse, die da kommen, und sich regelmäßig immer damit wieder verbinden.

Und das ist was, was erstmal nach nichts Besonderem aussieht. Also es ist nichts, womit man in der Welt irgendwie nen Blumentopf gewinnen kann, wenn man das macht. Aber das ist das, worauf alle Dinge, die in der neuen Realität wachsen, beruhen werden – auf dieser Art von einfach aufmerksam sein und eben die Impulse reingeben, die dann kommen werden. Da kann man kein Konzept draus machen, man kann auch nicht erklären, wie es geht (lacht) – ja? Am besten kann man es vielleicht noch erklären mit dem, was EE Gabriel immer dieses „im Flow sein“ nennt. Daß man einfach wirklich drin bleibt und mit dem mitgeht, was da kommen will.

Na, jetzt hatte ich doch letztes Jahr mal so diese Energieverbindung gemacht mit der Erde. Ich weiß ja nicht, ob das Erdheilung war, oder … aber es war auf jeden Fall irgendwas Bestimmtes, was ich da tun sollte. Und dann hab ich ja diese Gaia-Einweihung gemacht, was ja doch auch irgendwie ein System ist. Ist das dann alles nicht mehr aktuell, oder …? (Pause)

Jetzt kommt irgendwie sowas wie: Kommt drauf an, in welcher Ebene aktuell. Also es gibt schon Ebenen, wo es aktuell ist, aber diese ganze neue Energie, da kannst du nur dem folgen.

Aber letzten Endes hab ich das ja da auch gemacht. ich hab das gemacht, was halt durchkam. Und Sandra, die macht auch diese ganzen Gateways und so an irgendwelchen bestimmten Orten.

Wenn du was hast wie einen ganz neuen Planeten, wo noch nichts ist, und dieser Planet dir sagt, er möchte dort ein Tor haben, dann gehst du halt hin und baust es. Und das mußt du dann aber so machen, wie das dir da gezeigt wird. Du hast nichts, worauf du zurückgreifen kannst. Kein altes Wissen kann dir da helfen. Du kannst nur hingehen und dich auf die Erde setzen und das, was du dann bekommst als Input, umsetzen, so wie du halt das kannst. Und es mag sein, daß auch mehrere Leute manchmal an einen Ort gerufen werden.

[Ich fragte dann, wie es mit den Leuten ist, die mit Geomantie arbeiten und da auch mit Gruppen von Leuten an bestimmte Orte gehen und Zeremonien oder Erdheilung machen. ]

Es ist ein sehr großer Unterschied, ob du wirklich da hingehst, wo du hin gerufen wirst, oder ob du ein Konzept im Kopf hast von Strukturen, von Orten und davon, was du da machen willst. Wenn du da hingehen kannst, wo du hin gerufen wirst, und dann dort das tun, was da eigentlich auch durchkommt, dann ist es in Ordnung. Viele Leute arbeiten nach Schema F, nach alten Methoden, die früher mal gut waren, aber jetzt nicht mehr stimmen – nicht mehr für die neue … die neue Realität. Und diese Dinge, die werden sich insofern auswirken, als die alte Realität noch existiert.

[Inzwischen war ich übrigens mal bei der Berliner Geomantie-Gruppe, und sie arbeiten wirklich mit den Wahrnehmungen, die im Augenblick durchkommen, so wie es in der obigen Antwort auch erwähnt wurde, wobei manche Meditationen aber auch vorgegeben sind.]

Aber vielleicht … ich weiß nicht … kriegen das die Leute nicht mit? [Diese Frage bezog sich wieder auf diejenigen, die mit vorgegebenen Systemen – also nach „Schema F“ – arbeiten.]

Nein. Weil ihr ganzes Bewußtsein sozusagen noch in dem Alten verankert ist. Es ist insofern gut, als sie gute Absichten haben.

Aber dann müßte man denen das vielleicht mal sagen, oder? Daß das nicht das ist, worum es geht jetzt mehr.

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Die alte Realität ist ein in sich geschlossenes System

Es ist im Moment immer noch ne Übergangsphase. Und es gibt Leute, für die das jetzt halt noch wichtig ist, es so zu tun. Weil auch für sie ist es ne wichtige Erfahrung, so gesehen. Es ist kein Urteil damit verbunden, ja? Es ist nur einfach eine Ebene, die …

… Gott, jetzt kriege ich Probleme, die Worte zu finden hier. Warte mal. Ich laß mal ganz los. Warte. Schwierig zu beschreiben. Weil auf einer gewissen Ebene ist das real. In dem Moment, wo du dich drin befindest, ist es dann real. Und dann funktioniert auch Reiki, und dann funktionieren auch die ganzen alten Systeme noch. Das ist ja alles nicht – so gesehen nicht weg, aber es hat kein – englisch würdest du sagen: it has no bearing– es hat keine Auswirkung, keine Verbindung mit dem Neuen. Es ist, als wäre das so sein ganz eigenes Bezugssystem, innerhalb dessen diese Dinge real sind und auch funktionieren. Aber nur innerhalb dessen.

Wenn jetzt dein Bewußtsein noch sehr in diesem Bezugssystem verankert ist, müßtest du erstmal merken, daß was Neues eigentlich schon da ist, und dann könntest du sozusagen umsteigen. Aussteigen aus den alten Sachen, einsteigen in dieses, was halt eben nicht so genau definiert werden kann.

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Die magische Realität – Erschaffen aus der Verbundenheit

Aber ich hab letztens noch mal die alten Trauminterpretationen gelesen. [zu YKW] Da hattest du noch gesagt, das Alte kann mit dem Neuen eigentlich ganz gut verbunden werden. Und ich hab das damals so verstanden, daß das Schamanische mit dem Neu-Energetischen ganz gut harmoniert sozusagen.

Jetzt kriege ich: Das ist in der Tat so, und es ist aber nicht nur das Schamanische, sondern noch weiter davor – vor dem Schamanismus. Weil vor dem Schamanismus gab es quasi funktionierende Magie! Es gab ne magische Realität. Und das ist das, was jetzt eigentlich wieder kommt auch. Und deswegen kann man das ganz gut verbinden. Also man kann sich zurückverbinden zu der Zeit, wo, wie das in Brüder Grimm heißt, „wo das Wünschen noch geholfen hat.“ Wo du kraft deiner Gedanken wirklich erschaffen hast. Und zwar nicht gemäß einem vorher ausgedachten Plan oder System, sondern gemäß deiner Verbindung mit der magischen Realität, in der du lebst. Also du bist verbunden, und du hast das Gefühl, du willst da nen Samen reinpflanzen. Oder du bist verbunden und du hast da Gefühl, jetzt diese Worte zu sprechen. Und du bist dann im Prinzip einfach nur der Kanal, durch den diese Dinge fließen und sich manifestieren.

Das ist nicht wie diese landläufige Vorstellung von Magie, wo du so groß „Abrakadabra Zampano“ irgendwie ne große Show abziehst, sondern es ist Magie in einem viel elementareren Sinn – nämlich daß das erscheint, was sich manifestieren will oder was halt gedacht wird, was gefühlt wird, was getanzt wird, gesungen wird – das erscheint halt dann. Und da können natürlich auch Dinge erscheinen, die dann nicht so schön sind. Aber im Prinzip ist es so daß, wenn du in dieser Realität wirklich lebst und verbunden bist, dann möchtest du eigentlich keine unzuträglichen Dinge erschaffen. Und es kommt ja letzten Endes auch nur das durch, was aus deiner Verbindung kommt. Was durch die Erde durchkommt, durch die magische Realität durchkommt Das manifestiert sich dann.

Und jetzt sind viele Leute noch in diesen Vorstellungen von Spiritualität, wo du ne Hierarchie hast. Ne Hierarchie von Meistern, von Engeln, von Wesenheiten, von Ebenen, von Stufen, ja. Das war gewissermaßen die Art, wie es funktioniert hat, als diese magische Realität nicht so einfach erreicht werden konnte. Da hast du das alles gebraucht, bzw. es gab halt ne Struktur, über die du gehen konntest, und dann hast du das dann auch erreicht, nur über ganz viele Umwege sozusagen. Und diese Umwege, die kann man sich jetzt einfach sparen. Weil es ist direkt da. Und das haben ganz viele Leute einfach nur noch nicht gemerkt. Weil es einfach schon so lange so üblich war, das so zu machen. Das siehst du ja immer noch da bei den Rosenkreuzern und anderen Systemen. Das braucht man jetzt wirklich nicht mehr. Wichtig ist nur, daß du verbunden bist. Man kann dort nicht aus der Abgetrenntheit wirklich erschaffen. Weil die Abgetrenntheit ist eine Eigenschaft der dualen Realität. Und sobald du in eine Form von abgetrenntem Erschaffen gehst, bist du sofort wieder in der dualen Realität drin, bist du nicht mehr in der neuen Realität.

Mhm.

Und dann natürlich konfiguriert es sich so, ja, wie es halt den Regeln der dualen Realität entspricht.

Ja, wobei es ja hieß, daß die sich jetzt auflöst.

Es besteht die Möglichkeit, die auf gewissen Ebenen immer noch zu erschaffen, weil es jetzt halt immer noch eine Übergangsperiode ist.Wobei das nicht die Empfehlung ist, das weiterhin zu tun. Denn sie löst sich natürlich schneller auf, wenn weniger Leute sie noch weiterhin erschaffen. Je mehr Leute in die neue Realität und von da aus aus der Verbindung heraus erschaffen. desto weniger Energie geht in die Aufrechterhaltung des alten Systems.

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Alles, was du im Außen wahrnimmst, ist ein Ausdruck von dir

Aber was ist denn dann z.B. mit – ein Körper ist ja auch nur eine Erscheinungsform davon, daß man in einer dualen Realität ist, oder?

Da mußt du ein bißchen differenzieren. Es ist richtig, daß in dem Moment, wo du sowas wie Körper noch wahrnimmst, gibt es immer noch einen gewissen Grad von Dualität. Aber wenn du aus dem Innern kommst, wo du weißt, daß all diese Körper eigentlich Ausdrücke von dir sind, dann ist es nicht mehr die Dualität, die bis jetzt vorgeherrscht hat, wo jeder, der einen Körper bewohnt, sich als getrennt von allen anderen empfindet. Ja? Da siehst du das Licht in allem, egal ob es außerhalb von dir zu sein scheint.

Okay. Ich habe ein deutliches Gefühl, daß ich mal einen Schlußpunkt setzen muß. Weil die Energie intensiviert sich hier oberhalb meiner Stirn auf das Heftigste, und ich würde es hier erst mal gerne bei dem belassen.

Okay.

Wer bist’n du? (Pause)

Wenn du jetzt nicht nen Namen kriegst, dann komm später wieder.

Ich dachte ja erst, ich zieh das selber aus dem Feld, aber dann schien es doch wieder so zu sein, als ob ich mit jemand spreche.

Das vermischt sich dann auch. Ja? Weil die Wahrnehmung, daß jemand, wie schon bereits gesagt, sich außerhalb von dir befindet, die löst sich ja dann auf in dem Moment wo du dich verbindest. Und dann ist sozusagen du und das Feld und alles, was sich in dem Feld befindet, nicht mehr so getrennt wie in einer rein dualen Realität. Das geht dann auch alles ineinander über.

Ich dachte, man verliert nicht die Individualität?

Man verliert das Gefühl von Getrenntsein. (lächelt) Und so kann es kommen, daß man nicht unbedingt immer auseinanderhalten kann: Was bist du? Was bin ich? Weil ich bin du. Du bist ich. Wir sind das Feld – was du das Feld nennst. Das ist alles nicht so getrennt. Und wenn es jetzt nötig ist, bestimmte Unterschiede deutlicher zu machen, dann wird sich das halt so konfigurieren. Und wenn das nicht nötig ist, dann wird es sich mehr annähern. Das ist viel fließender dann.

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Die Grenzen werden fließender – Ein Beispiel aus der Musik

Du hattest da gestern dieses Interview gehört von dem Musiker [dem Sänger von Alcest aus Frankreich], der gesagt hat: Früher gab’s diese ganzen Kategorien in der Musik. Die Leute die Indie-Rock gemach thaben, für die wär Metal völlig … oder für die wär es völlig undenkbar gewesen, Black Metal mit Gothic zu verbinden oder so. Ja? Oder Indie-Rock und Metal zu integrieren, oder HipHop. Und heutzutage verbindet jeder alles, was es gibt. Also alle Richtungen existieren einmal als eine reine Richtung, also als reiner Black Metal zum Beispiel, aber es gibt auch alle möglichen Querverbindungen. Wo man früher gesagt hat: „Das geht ja gar nicht!“ – das ist heute ganz normal. Und wenn er gestern mit Black Metal angefangen hat und die Leute ihn heute versuchen immer noch drauf festzunageln, dann sagt er: „Ich mach, was ich will! Und wenn ich morgen HipHop machen will, dann mach ich das!“

Und das ist auch nur ein Beispiel dafür, daß diese Grenzen, die es da mal gegeben hat, daß die sich jetzt wirklich anfangen aufzulösen. Und da gibt’s Leute, die da schon relativ weit damit gediehen sind, und es gibt Leute, die das mehr so nebenbei mitkriegen. Z.B. wenn du auf ein Konzert gehst und da die Gothics neben den Normalos und den HipHoppern stehen, was früher gar nicht gegangen wär, dann kriegst du mit: Hey! Die Grenzen sind nicht mehr so starr! Es verbindet sich alles mehr. Man kann zwar immer noch nen HipHopper am Outfit erkennen, aber der geht dann auch auf ein Mogwai-Konzert. Und so wird alles immer fließender, immer verbundener, könntest du sagen. Es besteht nicht mehr die Notwendigkeit, sich so abzuheben. So: „Ich bin jetzt nur das. Ich bin nur Gothic, und ich würd nie auf ein Metal-Konzert gehen.“ Zum Beispiel. Früher haben die Leute das benutzt, um sich eine Identität zu geben, und heute finden sie ihre Identität mehr im Innern und nicht in der Zugehörigkeit zu einer bestimmten Richtung. Und das sind alles Zeichen davon, wie die Dinge sich entwickeln.

[Wer mal ein Ohr riskieren möchte – hier gibt es das aktuelle Album von Alcest, Le Voyage de l’Ame (Die Reise der Seele).]

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Spirituelle Systeme werden obsolet

Ja, aber vorhin hast du noch gesagt, das wär nur so in der alten Realität.

Nee, das hast du falsch verstanden. Die Dinge, die … sagen wir mal, diese Systeme, die Hierarchien, diese Vorstellungen, nur auf eine bestimmte Art kann das und das gemacht werden – also daß du nicht dich verbindest und dann guckst: Was will hier geschehen?, sondern daß du die Dinge nach Rezept machst, so: Wir stellen uns jetzt mal alle im Osten auf. Und dann meditieren wir so. Und dann gehen wir die Himmelsrichtungen ab. Und dann tun wir dies und das und jenes, weil das sich halt so gehört, daß man das so macht, ja? – das ist das alte System, und das ist eigentlich inzwischen obsolet. Nur hat es halt noch nicht wirklich jeder gemerkt.

Und es gibt aber Leute, die es merken. Und gerade in der Musik zum Beispiel oder im Theater oder in sonstigen kreativen Bereichen lösen sich diese Grenzen einfach immer mehr auf. Das sind die Anfänge eigentlich schon von einem größeren Zusammengehörigkeitsgefühl und auch davon, daß man die Identität nicht findet durch eine bestimmte Gruppe, sondern daß man die in sich selbst findet. Er sagt, er guckt, welche Musik er jetzt machen will – und dann macht er sie eben. Er sieht sich nicht als Metaller, er sieht sich nicht als HipHopper, sondern er sieht sich als einen Menschen, der die Musik machen will, die jetzt für ihn gerade stimmt. D.h. er findet die Identität, die im Moment für ihn ausschlaggebend ist, findet er in sich und nicht in irgendeiner vorgegebenen Stilrichtung. Sondern er sucht sich die Stile sozusagen, wie sie zu dem passen, was er ausdrücken möchte.

Ja. Früher nannte man das Eklektizismus.

Es kommt halt immer auf deine Sichtweise an – ob du einen Stilmix sozusagen als Treuebruch mit einer bestimmten Richtung empfindest, oder ob du das gerade als besonders kreativ empfindest. Aber es wird sich jetzt immer mehr so entwickeln. Wobei es natürlich immer noch Leute gibt, die eine bestimmte Richtung vertreten. Aber dann siehst du ja, daß Bands sich auflösen, weil sie nicht mehr das machen wollen, was sie seit zehn Jahren machen. Sondern der eine sagt: „Ich interessiere mich jetzt mehr für andere Sachen.“ Und das paßt aber nicht mehr zu dem, was die anderen machen wollen. Und dann wird er seine neuen Sachen mit anderen Leuten zusammen verfolgen, ja.

Oh Mann. Jetzt muß ich echt aufhören.

Dann bis demnächst.

Ja. Bis später.

© Zarah Zyankali 2014