5 Rhythmen

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Die Schatten der 5 Rhythmen und das Allerheiligste

Veröffentlicht März 1, 2013 von Zarah

Heute will ich mal ein wenig darüber berichten, was ich in letzter Zeit mit dem Allerheiligsten und dem „Namasté“ erlebt habe. Das ist nämlich nicht nur etwas, was man in einer freien Stunde mal zu seiner Unterhaltung liest, sondern  was im täglichen Leben angewendet sein will und was – wenn man das wirklich macht – die Erfahrung total verändert.

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Die Schatten der 5 Rhythmen

Ich hatte mich Ende Januar zu einer Serie von 5 Abenden zu den „Schatten“ der 5 Rhythmen angemeldet. Für alle, die davon noch nie etwas gehört haben: Die 5 Rhythmen sind eine von Gabrielle Roth entwickelte Tanzpraxis. Sie heißen Flowing – Staccato – Chaos – Lyrical – und Stillness.

Im Flowing verbindet man sich mit seinem eigenen Körper und mit der Erde, man kommt im Hier & Jetzt an, die Bewegung geht nach unten und ist, wie der Name sagt, rund und fließend. Die Bewegungen gehen kreisförmig ineinander über, sie haben keinen Anfang und kein Ende. Man findet seine Füße und folgt ihnen. Die Aufmerksamkeit ist dabei eher nach innen gerichtet.

Im Staccato sind die Bewegungen eckig und zackig und eher zielgerichtet, sie haben einen Anfang und ein Ende. Der Schwerpunkt liegt im Becken. Die Aufmerksamkeit geht nach außen. Man sieht, wer noch so im Raum um einen herum ist und zeigt sich selbst auch anderen: Hier bin ich! Man geht auf andere zu oder läßt sich von ihnen finden und tanzt mit ihnen.

Chaos ist der Rhythmus, in dem sich sämtliche Strukturen auflösen. Man gibt sich völlig der Musik und dem eigenen Körper hin und läßt (im Idealfall) alle Kontrolle los. Es ist, als würde man getanzt werden, der Körper macht die Bewegungen von allein. „Man selbst“ tut nichts weiter, als das zuzulassen – aber das kann schon schwer genug sein. 😉

Wenn man im Chaos alles losgelassen hat, entsteigt man dem Maelstrom frischgeboren und kommt ins Lyrical. Dieser Rhythmus ist leicht, heiter und beschwingt und die Bewegung geht nach oben. Bei Lyrical-Phasen wird oft viel herumgealbert und gelacht, es kommt Partystimmung auf. (Außer man ist vom Chaos so platt, daß man sich auf die Leichtigkeit nicht so ganz einlassen kann … das kommt auch schon mal vor.)

Schließlich kommt in der Stillness-Phase alle Bewegung zur Ruhe. Im Inneren des Körpers schwingt alles noch nach, man hört einen ganzen Raum voller Leute um sich herum atmen, allein das kann eine erstaunliche Erfahrung sein. Es fällt mir schwer, Stillness adäquat zu beschreiben … man „tut“ dabei nicht wirklich viel und doch passiert etwas, aber wie Lao Tse so schön sagt: „Viele Worte erschöpfen sich daran. Besser ist es, das Innere zu bewahren.“ (Tao Te King, Vers 5)

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Ach, laßt mich doch alle in Ruhe …

Nun hat jeder dieser Rhythmen eine Licht- und eine Schattenseite sowie eine dazugehörige Emotion. Der „Schatten“ manifestiert sich dann, wenn man dem Rhythmus nicht ganz folgen kann und sozusagen im „Unbewußten“ stecken bleibt.

Bei der „Lichtseite“ des Flowing ist man total verbunden mit  sich selbst und seinem Körper und aufmerksam und präsent im Hier & Jetzt. Die Schattenseite manifestiert sich als Trägheit und Widerstand. Man „müßte“ irgendetwas tun, kann sich aber zu nichts so richtig aufraffen … macht 1000 Kleinigkeiten, die zu nichts führen … prökelt hier und da herum, macht aber nie das, was man sich eigentlich vorgenommen hatte. Selbst die Sachen, die einem „eigentlich“ Spaß machen, kommen einem in diesem Zustand wie eine Pflichtübung vor.

An diesem Abend erforschten wir also, wie es ist, diese Trägheit so richtig zu genießen … sich auf dem Boden wälzen … versuchen, aufzustehen, was aber irgendwie nicht so richtig geht … uff … hochstemm und wieder runterfall … dann endlich auf den Füßen, aber man schleppte sich jeden Schritt mühsam vorwärts … und so weiter.

Ich stellte fest, daß es mich erstmal hauptsächlich zur warmen Heizung zog, um meine Trägheit zu genießen. 😉 Dabei versuchte ich möglichst weit weg von allen anderen zu sein und „meine Ruhe zu haben“. Dann kam ich voll in den Prozeß rein, es war nicht mehr nur ein Spiel. Ich war voll im Widerstand gegen Leute, die durch den Raum tigerten, ohne geradeaus zu gucken, weil sie mit den Gedanken schon 5 Meter weiter waren … im Widerstand gegen die Musik, die einfach zu laut wurde … ach laßt mich doch alle in Ruhe … wie kann ich nur möglichst weit weg von diesen lauten Boxen kommen … und wie schaff ich es, dabei nicht von diesen blinden Leuten niedergetrampelt zu werden???

Es schälte sich ein Muster heraus – ein Hin- und Herpendeln zwischen Rückzug und Aggression. Beides diente eigentlich dazu, mir die Leute vom Leib zu halten. Wenn ich mich zurückziehe, habe ich meine Ruhe vor ihnen,  wenn ich mit den Ellbogen ausschlage, weichen sie mir wenigstens aus. 😉 So zeigten sich also bei mir die Erscheinungsformen der Angst, der Emotion, die zum Flowing gehört. Eigentlich hatte ich gar nicht gedacht, daß ich so viel Angst vor Leuten hätte, aber im Tanzen zeigte es sich ganz deutlich.

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Sind wir wirklich alle eins?

Als ich am nächsten Tag noch mal darüber nachdachte, fiel mir auf, daß da doch irgendwas nicht ganz stimmen konnte. Wenn ich wirklich glaube, daß wir alle eins sind … vor wem habe ich denn dann Angst??? Da schienen sich noch ganz alte Glaubensmuster zu tummeln. Mein Höheres Selbst hatte mir früher schon mal gesagt, daß man sich sehr wohl auf bewußter Ebene ein neues Weltbild und Glaubenssystem zulegen kann und doch unabhängig davon noch alte Glaubensmuster und Strukturen vorhanden sein können, die im Schatten sozusagen ein autonomes Eigenleben führen, ohne daß man es bemerkt. Das war hier scheinbar auch der Fall.

Kaum hatte ich das bemerkt, bekam ich am selben Tag noch Gelegenheit, im „normalen“ Leben zu beweisen, woran ich wirklich glaube … Einheit oder Getrenntsein.

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Namasté- Das Allerheiligste in einer Konfrontation

Ich ging nämlich  mal wieder zu Humana, wo ich schon seit Ewigkeiten nicht mehr gewesen war. Und ich hatte zwar  letztens noch über schöne Erfahrungen mit Kindern berichtet, aber es gibt bekanntllich auch Exemplare, die einem den letzten Nerv rauben können. So ein Knirps war an diesem Tag dort zugange. Er hatte scheinbar ein extremes Aufmerksamkeits-Defizit, denn er versuchte ständig, seine größere Schwester zum Fangen-Spielen zu nötigen. Erst spielte sie mit, aber irgendwann hatte sie keine Lust mehr.

Ich war schon seit einiger Zeit extrem genervt von dem lauten Geplärre, hatte aber nur aus den Ohren-und Augenwinkeln die Sache mitverfolgt. Der Vater hatte dem Kleinen auch schon gesagt, er solle seine Schwester in Ruhe lassen, das würde nerven. Er war aber wohl zu sehr mit der Klamottenauswahl beschäftigt, um sich wirklich voll seinen Kindern zu widmen. Der Verweis kam jedenfalls eher halbherzig rüber, und der Kleine machte fröhlich weiter.

Natürlich hätte ich einfach den Laden verlassen und ein anderes Mal wiederkommen können. Aber irgendwie ärgerte es mich, daß immer ich diejenige sein soll, die weggehen  muß und andere Leute scheinbar glauben, daß sie sich alles erlauben können und keine Rücksicht zu nehmen brauchen. *grmbl* Deswegen sah ich es einfach nicht ein, warum ich rausgehen sollte.

Als die Schwester des Kleinen  lauthals „Hör auf damit! Hör auf damit!“ schrie, wurde es mir endgültig zu blöd und ich beschloß, etwas zu unternehmen. Als ich hinging, fand ich, daß der Kleine seine größere Schwester von hinten umklammert hielt, was sie ganz offensichtlich nicht wollte. Überraschend war nur, daß sie sich nicht anders als verbal dagegen zu wehren schien. Kurz entschlossen packte ich den Knirps an der Kapuze und zog ihn von seiner Schwester weg.  Er kapierte erst gar nicht, was ihn da festhielt und warum er nicht mehr vorwärts kam.

Plötzlich stand ein gut 1,85 – 1,90 m großer breitschultriger Typ vor mir und guckte mich aus seiner Höhe herab böse an. (Ich bin 1,63m groß, und für mich war das schon eine recht einschüchternde Präsenz.) Ich war total erschrocken. Dachte nur, uff, wo hab ich mich denn da jetzt reinmanövriert? Das kann ja noch lustig werden …

Das einzige, was mir einfiel, war,  mich ganz schnell mit dem Allerheiligsten zu verbinden und die Verbindung zu halten, was mir auch wie durch ein Wunder tatsächlich gelang. Währenddessen guckte ich dem Typen direkt in die Augen und dachte nur innerlich „Namastè … du bist ein göttliches Wesen.“ Keiner von uns sagte ein Wort. Hinterher kam mir das sehr seltsam vor, denn er hätte mich ja auch anbrüllen können. Aber der gesamte Austausch war vollkommen ohne Worte. Ich hielt die ganze Zeit den Blickkontakt und die Verbindung zum Allerheiligsten aufrecht. Schließlich schubste er mich ganz leicht und ging dann weg. Ich blieb zurück mit tausend Fragezeichen …

Vielleicht war er ja einfach so konditioiert, daß man Frauen  nicht schlagen darf, und wenn ich ein Mann gewesen wäre, wär das ganze ein bißchen anders abgelaufen. Aber ich bin ziemlich sicher, daß meine Präsenz im Allerheiligsten eine Wirkung hatte.

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Eine andere Perspektive

Viel später abends, als ich an meinem Computer saß und noch einmal an die Begegnung dachte,  hatte ich auf einmal ein ganz anderes Bild – jeder von uns war in seiner eigenen Kraft und wir haben diese Kräfte ausgetauscht. Und ich hatte plötzlich das Gefühl, daß ich ihm ganz viel Dank und Respekt für diese Begegnung schicken wollte. Das hat mich selber überrascht.

Ich hatte meinen Ärger nicht runtergeschluckt und er seinen auch nicht – und trotzdem ist es nicht eskaliert. Und irgendwie glaub ich, daß auch noch auf anderen Ebenen etwas ausgetauscht wurde, was in dem Moment  keinem von uns bewußt war.

Solche Erfahrungen kann man mit dem Allerheiligsten machen. Wenn man nur ein Channeling darüber liest und es als nette Information im Gedächtnis speichert , wird nicht viel passieren. Ernst wird es erst dann, wenn man in den ganz normalen Alltagssituationen damit präsent ist.

3. Advent

Veröffentlicht Januar 22, 2013 von Zarah

Heute will ich mal von meinem 3. Advent berichten. Ist zwar nicht mehr ganz das Hier & Jetzt *lol*, aber sooo lange auch wieder nicht her.

Es war der 16. Dezember 2012, eine Woche vor Heiligabend, 5i Tage vor dem galaktischen Mega-Event und ich beschloß, mir an dem Adventssonntag etwas Gutes zu tun und zu den 5 Rhythmen zu gehen. Das war die beste Idee, die ich haben konnte. Das Yogazentrum in der Pfuelstraße ist ein schöner Ort, im 5. Stock praktisch unterm Dach gelegen, mit einem riesigen Zimmerbaum, schöner Holztäfelung und einer angenehmen Atmosphäre. Ich merkte auch direkt, wie sehr mir die Bewegung und das Schwitzen gefehlt hatte. Es sammelt sich einfach zu viel im Körper an, wenn man es nicht zwischendurch mal rausschwitzt.

Da es Adventszeit war und nicht nur das Ende des Jahres, sondern auch noch das Ende eines großen Zyklus, hatte unsere Lehrerin das Thema „Dankbarkeit“ mitgebracht. Wir sollten uns an einem Punkt jeweils zu viert zusammenfinden und (wenn wir wollten) uns darüber austauschen, wofür wir gerade dankbar sind.

Interessanterweise kam (zumindest in meiner Gruppe)  bei allen das Thema auf die 5 Rhythmen – wie dankbar wir sind, die Rhythmen gefunden zu haben, wie schön es ist, in einen  Raum mit einer solch angenehmen Atmosphäre kommen zu können und sofort das Gefühl zu haben, daß man dort willkommen ist, und mit anderen zusammen tanzen zu können. Wir erzählten uns gegenseitig, wie wir die 5 Rhythmen entdeckt hatten, und ich hatte das Gefühl, es war noch mal so was wie ein Tribut an Gabrielle Roth, eine Würdigung ihrer Arbeit und des riesigen Geschenks, das sie für uns alle hinterlassen hat. (Gabrielle starb im Oktober 2012. Hier ein Link zu einem Interview, das sie wenie Wochen vor ihrem Tod gegeen hat: http://www.merlinsdiarypodcast.blogspot.co.uk/2012/09/show-19-gabrielle-roth.html – mit Rechtsklick und „Ziel speichern unter“ kann man die mp3 downloaden, mit Doppelklick den Podcast anhören. Ich hab es selbst noch nicht gehört, da ich den Link erst bekommen habe, bin aber schon sehr gespannt …)

Wie ich selber zu den 5 Rhythmen gekommen bin, werde ich vielleicht mal an anderer Stelle in diesem Blog berichten..

Nach dem Ende der Wave (einmal durch alle 5 Rhythmen tanzen = eine Wave) hatten wir noch ein nettes Adventspicknick mit Tee und Keksen in der Mitte des Raumes. Als ich dann rausging, hatte ich seltsamerweise das Gefühl, nicht richtig mit dem Körper verbunden zu sein … als müßte ich mir für jede Bewegung eine extra Anweisung geben. Die 5 Treppen im Aufgang dort sind nicht ohne, und ich ging seeeehr vorsichtig Stufe für Stufe, schaffte es aber glücklich ohne Unfall bis unten hin.

Eigentlich wollte ich mich gleich auf dem Weg zur U-Bahn machen. Überall lag noch Schnee bzw. Matsch. Doch dann hatte ich den Impuls, auf das Gelände des Kinderzirkus‘ zu gehen, das gleich am Weg liegt. Das ist ein echter Kraftplatz, dort stehen überall selbstgeschnitzte Skulpturen und die Pflanzen, die dort wachsen, strömen eine irre Energie aus. Ich dachte, dort würde jetzt niemand sein,  und in meinem merkwürdigen Zustand wäre es vielleicht ganz gut, ein bißchen Ruhe zu tanken, bevor ich mich in der U-Bahn ins Gewühl stürzte.

Tja, falsch gedacht! Scheinbar ging dort gerade eine Veranstaltung zu Ende. Leute waren sich am Verabschieden, ein ca. 10jähriges Mädchen balancierte auf einem Einrad mitten im Schneematsch. Wow, dachte ich, das würde ich mich nicht trauen …! Als ich um die Ecke bog, entdeckte ich ein riesiges Holzfeuer, das in einem großen gußeisernen Kessel brannte. Ein paar Leute saßen drum herum und ein paar Stühle waren noch frei. Ich setzte mich einfach dazu … ich liebe offene Feuer über alles. Leider hat man ja sonst so wenig Gelegenheit, eins zu sehen, daher freute ich mich total darüber, in die Flammen blicken und die Wärme genießen zu können. Untermalt wurde die Atmosphäre auch noch von mittelalterlichen Weihnachtsliedern (es klang eher nach Mittelalter als nach Weihnachten) von einem Stand hinter dem Feuer, der gerade noch am Einpacken war.

Nach und nach gingen die Leute alle weg, dann war ich eine Weile allein dort. Dann stellte sich eine weitere Frau dazu, und eine zweite kam, um sich von dieser zu veraschieden. Die erste meinte: „Kommt ihr morgen auch?“ Die andere sagte, das könne sie noch nicht genau sagen, es hätten sich in ihrem Leben so große Veränderungen ergeben, und sie würde jetzt ziemlich weit draußen wohnen, quasi „vor“ Berlin – dadurch sei es immer eine längere Fahrt. Sie erzählte, wie alles gekommen war … „Eigentlich sind wir wegen den Kindern rausgezogen. Dort gibt es so eine tolle Schule. Da geht es nach dem Prinzip, daß Lernen Spaß machen soll. Die Lehrer werden alle mit dem Vornamen angesprochen: ‚Gisela, ich hab da was nicht verstanden!‘ ‚Ja, zeigmal her …‘ Gekocht wird direkt dort in der Schule, und die Kinder werden morgens mit einem Bus abgeholt und abends zurückgebracht. Ich habe überhaupt keine Arbeit damit, und die Kinder sind glücklich.“

Sie erzählte, sie würde jetzt dort in einer Wohngemeinschaft leben, was anfangs ein wenig gewöhnungsbedürftig war, aber es hätte sich richtig großartig entwickelt. „Früher konnte niemand das gebrauchen, was ich kann. Da, wo ich jetzt bin, waren meine Fähigkeiten genau das, was dort noch gefehlt hat, und ich kann das jetzt richtig einbringen.“ Dann unterhielten sich beide noch über den Kinderzirkus und das Einüben der Nummern, was allen anscheinend riesigen Spaß gemacht hat, und wie selbst anfangs als „schwierig“ geltende Kinder nach und nach ihren Platz in der Gruppe fanden und begeistert mitmachten. Nach meinen Negativ-Erfahrungen mit den „Lichtarbeitern“ hatte ich auf einmal das Gefühl, hier viel eher am richtigen Ort zu sein …

Als die eine Frau dann ging, fragte ich die andere, ob das hier noch bis Silvester jeden Tag stattfände: „Nein“, meinte sie, „heute war der letzte Tag.“ Ich war sehr traurig, daß ich das jetzt erst mitbekommen hatte, aber andererseits auch froh, daß ich meinem Impuls gefolgt war, reinzugehen und es ganz zum Schluß noch entdeckt hatte.

Als ich dann zur U-Bahn ging, hatte ich das merkwürdigste Gefühl …  fast, als sei ich ein Walk-in, gerade erst auf diesem Planeten angekommen, der sich total wunderte, wieso hier alles so laut war, und dem der Körper Informationen darüber funken mußte, was die vorherige Bewohnerin des Körpers früher mal erlebt hatte. So, als hätte nicht „ich“ das erlebt, sondern irgendjemand anders. Voll seltsam. Leider wurde es dann wirklich schwierig, dem Gefühl nachzugehen, denn auf dem U-Bahnhof war irgendein Typ am Austicken. Er war wegen irgend etwas unglaublich wütend und schrie an einer Tour so laut, daß es über den ganzen Bahnsteig hallte. Ich war froh, als die Bahn endlich kam … und erst recht froh, als ich es nach Hause geschafft hatte, denn in meinem merkwürdigen Zustand war jedes Geräusch eine Qual.

Seltsame  neue Abenteuer fürwahr … mal sehen, was noch kommt.