Zarahs Traumküche

Blumenbanner

Die Sprache der Träume

 Träume sprechen in Bildern und Symbolen, die sich vielschichtig überlagern können. Ein Symbol hat oft mehr als nur eine einzige Bedeutung. Es kann gleichzeitig eine Situation im Außen sowie deinen emotionalen Zustand widerspiegeln und darüber hinaus auch noch eine Kontaktaufnahme von Wesen aus der geistigen Welt beinhalten.

Die Gehirnforschung hat herausgefunden, daß der Traum von der rechten Gehirnhälfte erschaffen wird, doch sich an den Traum zu erinnern und ihn zu interpretieren ist die Aufgabe der linken Gehirnhälfte  Die rechte Gehirnhälfte ist nämlich zuständig für Bilder, Symbole und räumliches Denken, während die linke Gehirnhälfte mit Sprache und linearem Denken zu tun hat. Daher ist es für das Verständnis der Träume wichtig, daß beide Gehirnhälften gut zusammenarbeiten.

 Oft kommen in Träumen Wortspiele vor. Ann Faraday führt in ihrem Buch Deine Träume – Schlüssel zur Selbsterkenntnis  Dutzende von Beispielen für Traum-Wortspiele an. Eine Frau träumte z.B., daß ein Knopf an ihrer Jeans fehlte. Durch Verknüpfung mit anderen Traumszenen ergab sich dann die Lösung: sie dachte, sie könne nicht schwanger erden, weil etwas mit ihren Genen nicht stimme. (There’s something wrong with my jeans – genes, was sich im Englischen genau gleich ausspricht). Nachdem ihre Zweifel ihr durch den Traum bewußt geworden waren, klappte es mit der Schwangerschaft.

Meine Träume machen manchmal sogar englische Wortspiele. Einmal träumte ich davon, in einem großen Raum voller Regale zu sein, in denen bis zur Decke Vinylschallplatten aufgereiht waren. Als ich mein höheres Selbst dazu befragte, erzählte er mir nur, es würde sich um „altmodische Datenträger“ handeln, womit ich rein gar nichts anfangen konnte. Eine ganze Weile später las ich in einem englischen Buch über die Akasha-Chronik, die dort „Hall of Records“ genannt wurde, die „Halle der Aufzeichnungen“. Mein Traum hatte ein Wortspiel mit „records = Aufzeichnungen“ und „records = Schallplatten“ gemacht. Darauf muß man natürlich erstmal kommen  😉

 Auch Emotionen spielen eine wichtige Rolle. Ein Traumbild, das sehr bedrohlich und extrem wirkt, kann einfach anzeigen, daß das die Gefühle sind, die du zu einer bestimmten Situation hast. Die Situation selbst ist vielleicht gar nicht so extrem, aber du empfindest sie so, und der Traum bringt das dann eben in extremen Bildern zum Ausdruck.

 Es ist also wichtig, die Symbole zunächst zu entschlüsseln, um mit der Traumbotschaft etwas anfangen zu können. Dazu gibt es unterschiedliche Wege.

 Blumenbanner

1. Aufzeichnen

Wenn du anfängst, dich mit deinen Träumen intensiver zu beschäftigen, ist es sehr wichtig, daß du sie regelmäßig aufzeichnest. Wenn du morgens wenig Zeit hast, empfiehlt es sich, ein Aufnahmegerät zu benutzen, denn dann kannst du einen Traum in 10 Minuten aufnehmen, bei dem das Aufschreiben vielleicht eine Dreiviertelstunde in Anspruch nehmen würde, und kannst ihn dann in Ruhe abschreiben, wenn du mehr Zeit hast.

Lege auf jeden Fall dein Traumtagebuch und einen Stift bzw. dein Aufnahmegerät neben dem Bett bereit. Vielleicht auch eine Mini-Taschenlampe, damit du etwas erkennen kannst, falls du mitten in der Nacht mit einem Traum aufwachst. Wir träumen durchschnittlich pro Nacht dreimal. Die meisten Träume, die man zu Anfang und in der Mitte der Nacht hatte, sind morgens nicht mehr greifbar, wenn man sie nicht gleich aufzeichnet.

Das Aufzeichnen ist aus folgenden Gründen wichtig:

  • Wenn man mit den Träumen intensiver arbeitet, setzt man damit einen Prozeß in Gang, der längerfristige Effekte hat. Die Träume fangen an, aufeinander aufzubauen und sich teilweise auf vorangegangene Träume zu beziehen. Dieser längerfristige Prozeß ist nur ersichtlich, wenn man sich an die Träume von vor ein paar Monaten noch irgendwie erinnern kann. Sonst bleibt man auf dem Level der täglichen Traumaktivität und kann die längeren Prozesse nicht überblicken.
  • So kann es z.B. auch sein, daß man bestimmte Inhalte eines Traumes erst nach mehreren Monaten begreift. Wenn man den Traum nicht aufgezeichnet hat, ist er dann eben weg.
  • Du kannst auf der Traumebene sogar ganze Lehrgänge besuchen. Die Inhalte eines solchen Lehrganges müssen dann natürlich in das Wachbewußtsein „hinübergebracht“ werden. Da sie aufeinander aufbauen, empfiehlt es sich, Buch darüber zu führen (sozusagen Lektion 1, 2, 3 etc.)
  • Auch wenn du im Traum eine echte Reise z.B. in eine andere Dimension oder auf einen anderen Planeten unternimmst, ist es gut, aufzuzeichnen, was du dort gesehen und erlebt hast.
  • Die Bedeutung vieler Traumelemente wird erst klar, wenn man sich in sie hineinversetzt (siehe unten). Dafür ist es gut, eine Aufzeichnung vor sich zu haben, denn ein Traum besteht immer aus vielen Schichten und beinhaltet viele Symbole.

Besonders solltest du beim Aufzeichnen eines Traumes darauf achten, so viele Details wie möglich festzuhalten: wie ist die Atmosphäre, wie fühlst du dich in dem Traum, gibt es auffällige Farben, Gerüche, Geräusche, Gegenstände? Beschreibe diese dann möglichst genau, genauso wie Landschaften, Leute, die du triffst, Räume, in denen du dich befindest. Die Begleitumstände sind genauso wichtig wie die Handlung. Zwei Träume mögen z.B. von „Trennung“ handeln – aber einmal trennt man sich in gutem Einvernehmen und aus freiem Willen, ein andermal „verliert“ man Leute im Gewühl, was dann eine ganz andere Deutung ergibt.

 Versieh deinen Traum immer mit dem Datum und einem Titel. Schon das Formulieren des Titels kann dich auf Ideen bringen, was dein Traum bedeuten könnte. Außerdem ist es hilfreich, einige Stichpunkte zu notieren, was am Tag davor oder generell in letzter Zeit in deinem Leben passiert ist. Auch welche Bücher du in dieser Zeit gelesen oder welche Filme du gesehen hast, könnte eine Rolle spielen. Wenn du später deine Aufzeichnungen noch einmal durchliest, kannst du dich sonst vielleicht nicht mehr erinnern, welche Ereignisse und Einflüsse zur Zeit des Traumes für dich wichtig waren.

 Blumenbanner

2. Traumerinnerung

Wenn es dir schwerfällt, dich an morgens deine Träume zu erinnern, sind hier ein paar Tips:

  • Nimm dir abends vor, dich am nächsten Morgen an alles zu erinnern, was du im Traum erlebst.
  •  Mach dir ein „Traumkissen“, fülle es mit Hopfen oder Beifuß und lege es unter dein Kopfkissen.
  • Meditiere vor dem Schlafengehen. 😉
  • Benutze keinen Wecker mit einem schrillen Klingeln oder nervigen Piepton, sondern laß dich von einer sanften Melodie wecken. Spring dann nicht gleich aus dem Bett, sondern bleibe noch einige Minuten ruhig liegen und stimme dich auf deinen Traum ein. Oft kommt dann noch mehr von deinem Traum zurück, als du erst gedacht hast. Schreibe ihn dann gleich auf, noch bevor du Kaffee aufsetzt und Frühstück machst.
  •  Schreibe jeden Abend vor dem Schlafengehen 5 Begriffe auf und lege die Liste dann beiseite. Mach das jeden Abend einen Monat lang und sieh dir am Ende des Monats die Liste an. Welche Begriffe tauchen öfter auf und was bedeuten sie für dich? (Ich habe diese Technik noch nicht selbst ausprobiert, sie soll aber helfen.)
  • Wenn du morgens nur noch einen Zipfel deines Traumes erhaschen kannst, geh von diesem Traumteil aus rückwärts; oft gelingt es dann, sich an vorhergehende Traumteile zu erinnern.
  • Es hilft auch, noch einmal die Körperhaltung einzunehmen, in der man den Traum hatte. Wenn du normalerweise inder Seitenlage schläfst, dreh dich noch mal auf die Seite, dann kann es sein, daß dein Traum zurückkommt.

Andererseits sollte man  nicht allzu besessen davon sein, sich an sämtliche Träume zu erinnern. Wenn etwas weg ist, sieh es gelassen … du wirst  in der nächsten Nacht wieder neue Träume haben. Und wenn deine Seele dir etwas mitteilen will, wird sie es wieder und wieder versuchen, so lange, bis die Botschaft bei dir ankommt.

Außerdem lassen sich auch aus einem winzigen Traumrest wichtige Hinweise entnehmen. Glaube  nicht, daß etwas zu klein ist, um damit zu arbeiten. Mach einfach mit dem weiter, was du hast, und schon bald weden sich neue Bedeutungen erschließen.

Blumenbanner

3. Interpretation

Gesamtdeutung

Längere Traumsequenzen haben gewöhnlich einen kleinen Vorläufer oder eine Eingangs­szene, woraus ein übergeordnetes Thema abgeleitet werden kann. Dann kann man den Traum daraufhin betrachten, wie sich dieses Thema in unterschiedlichen Formen als roter Faden durch alle Traumszenen zieht. So kann man zwischen scheinbar unzusammenhängenden Traumszenen einen Zusammenhang erkennen und dann zu einer Gesamtdeutung des Traumes kom­men.

Beispiel: Ein Traum beginnt mit dem Abrufen von e-mails. Das bedeutet dann, daß der gesamte Traum von Botschaften und Informationen handelt, und man kann die folgenden Traumszenen in diesem Sinne interpretieren.

Wenn man sich aus irgendwelchen Gründen an die Eingangsszene nicht mehr erinnern kann, kann man die einzelnen Traumszenen auf Gemeinsamkeiten hin untersuchen und so den „roten Faden“ finden, der sie verbindet.

Das gleiche kann man mit einzelnen Träumen der vergangenen Tage und Wochen machen – darauf achten, welche Themen immer wieder auftauchen, ob es da einen roten Faden gibt, und wo dieser hinführt.

 Blumenbanner

Interpretation einzelner Traumelemente

Generell ist es bei der Deutung von Symbolen wichtig, daß du herausfindest, was ein Symbol für dich ganz persönlich bedeutet. Im Traumlexikon steht vielleicht, daß Pferde Freiheit und Kraft symbolisieren. Aber wenn du Angst vor Pferden hast, bedeutet es für dich wohl etwas anderes, wenn du von Pferden träumst. Geh immer nach deinem eigenen Gefühl dafür, was deine Traumsymbole bedeuten. Du bist der einzige Experte für deine Träume. 😉

Hier jetzt ein paar Tips für die Arbeit mit einzelnen Traumelementen:

  • Wenn dir in einem Traum Farben ins Auge fallen – dann tauch in diese Farbqualitäten ein und spüre, wie sich das anfühlt. Stell dir vor, du seist von dieser Farbe durchdrungen oder umgeben und beobachte die Effekte. Du kannst z.B. auch die Farbe in ein Glas Wasser geben (einfach vorstellen) und diese „Essenz“ dann trinken, oder dir vorstellen, daß die Farbe im Badewasser ist. Oder stell dir vor, Kleider in dieser Farbe zu tragen. Dir fallen bestimmt noch weitere Anwendungsmöglichkeiten ein.

Wenn du einmal in die Energie der Farbe eingetaucht bist, kommst du auch einer symbolischen Bedeutung näher, die die Farbe im Traum haben kann.

Manchmal können Farben im Traum auf Chakras oder spirituelle Energien hinweisen. Um das zu erkennen, ist es natürlich hilfreich,  die Chakrafarben zu kennen. Ich träumte einmal von einem Raum mit 2 Ebenen, in dem violett und grün gekleidete Leute ständig über eine Barriere turnen mußten, um in das obere bzw. untere Level des Raumes zu gelangen. In dem System, das ich benutze, ist das Herzchakra grün und das Stirnchakra violett. Die Bedeutung des Traumes war, daß der Energiefluß im dazwischenliegenden Kehlchakra blockiert war und die Energien deshalb eine Art „Barriere“ überwinden mußten, um zum nächsten Chakra zu gelangen.

Heute nacht träumte ich davon, einen bodenlangen honigfarbenen Pelzmantel zu tragen. Die Farbe und der Mantel symbolisierten eine neue Energie, die gerade bei mir „installiert“ wird und die auch schon gestern in der Meditation aufgetaucht war. In solchen Fällen ist es auch immer gut, sich wie oben beschrieben mit dieser Farbe und Energie zu verbinden und mehr darüber herauszufinden.

  • Mit Formen genau das gleiche. Wenn ein Gegenstand im Traum eine besonders auffällige Form hat, oder du sogar von abstrakten Formen träumst, dann zeichne diese Formen auch mal  (oder, wenn du nicht so gut zeichnen kannst, such im Internet danach und druck sie aus) und spüre  in die Darstellung hinein. Farben und Formen repräsentieren immer bestimmte Energien, wobei eine Farbe mehr die Energiequalität ist und eine Form mehr die Richtung eines Energieflusses, sozusagen eher eine Struktur, beschreibt.
  • Besondere Gegenstände, die in einem Traum auftauchen oder die dir gegeben werden, kannst du in der Meditation ausprobie­ren. Bei einem besonders schönen Kleidungsstück könntest du dir vorstellen, wie es sich anfühlt, es zu tragen. Einen Kristall könntest du für Energiearbeit verwenden. Spüre aber am besten immer nach, welche Impulse du bekommst, was du mit dem Gegenstand machen möchtest.
  • Leute, die du im Traum triffst, die du im „wirklichen“ Leben kennst, repräsentieren auf einer Ebene sich selbst, die reale Person – auf einer anderen Ebene einen Teil vom Selbst des Träumers. Auf noch einer anderen Ebene können sie symbolisch für bestimmte Energien oder Wesenheiten stehen. Die Bedeutungsebenen können gleichzeitig zur Anwendung kommen, d.h.du kannst den Traum auf der Alltagsebene so interpretieren, daß es um die Person als solche geht – auf der innerseelischen Ebene als einen Anteil von dir selbst – und auf einer archetypischen Ebene als Symbol für eine bestimmte Energie.
  • Du kannst dich in eine Traumfigur einfach hineinversetzen, als ob du diese Figur selbst wärst, oder mit dieser Figur einen Dialog führen. Du kannst auch ansatzweise das Gesicht zeichnen und als Maske benutzen, um dich besser in die Traumfigur einzufühlen.
  • Wenn ihr zu mehreren seid, könnt ihr einen Traum mit verteilten Rollen spielen. Oft kommen verborgene Bedeutungen auch erst durch das Rollenspiel zutage – durch den Stimmklang, die Bewegung oder Körperhaltung der Traumfigur. Rollenspiel hat außerdem den Vorteil, daß sich Träume weiterspinnen lassen. Wie könnte der Traum weitergehen – z.B. wie könnte sich ein Konflikt auflösen lassen – wenn man die Figuren miteinander in Austausch treten läßt?
  • Natürlich kannst du auch, wenn du allein bist, einen Traum „weiterspinnen“. Wie hätte er z.B. weitergehen können, wenn du an der Stelle nicht aufgewacht wärst?
  • Traumbilder malen – Wenn sehr graphische Bilder im Traum erscheinen, ist es oft eine gute Technik, diese aufzumalen. Das kann weitere Energien hochbringen und die Bedeutung des Traumes klären. Ich träumte einmal, daß mir jemand eine e-mail schickte, in der jeweils ein Quadrat sich mit der Zahl 23 abwechselte. Es waren pro Zeile vier Quadrate. Nachdem ich das abgemalt und das Bild eine Weile jeden Tag betrachtet hatte, wurde mir klar, daß es dabei um die DNS ging (23 Chromosomen, 4 Basenpaare).

 

  • An Orte gehen – Wenn im Traum bestimmte Orte sehr deutlich beschrieben sind, ist es möglich, in die Traumszene wieder hineinzugehen und sich an den Ort zu begeben. Dann kannst du an dem Ort noch andere Dinge entdecken als die, die es im Traum direkt zu sehen gab. Wenn du dich darauf einlässt, daß die Traumszene incl. der Figuren sich verändern kann, können auch Figuren plötzlich eine andere Gestalt annehmen.
  • Wenn du Schwierigkeiten hast, eine Traumszene zu verstehen, kannst du dir vorstellen, du drehst einen Film, und dann einfach mal die Kameraeinstellung verändern.

   Angenommen, die Traumszene spielt in einem Haus – dann kannst du den Blickwinkel verändern und das Haus von oben zeigen, so daß auch noch der Garten und die nähere Umgebung zu sehen sind. Vielleicht fallen dir dann schon Dinge auf, die beim Fokussieren auf die ausgewählte Traumszene nicht zu sehen waren, die etwas Licht in die Sache bringen. Es ist, als ob das, was du im Traum gesehen hast, nur ein Ausschnitt war und die Szene an den „Rändern“ noch weitergeht.

 Blumenbanner

Traumserien

Ein spezielles Thema sind Traumserien – eine zusammenhängende Reihe von Träumen, die sich mit einem bestimmten Thema über einen längeren Zeitraum beschäftigen. C.G. Jung war der erste, der mit seinen KlientInnen längere Traumserien erforschte. Eine Serie erkennst du daran, daß bestimmte Symbole und Traumszenen sich immer wiederholen. Das Thema wird von verschiedenen Seiten beleuchtet, und oft findet eine Entwicklung statt. Wichtig ist dabei, dich mit dem Traumgeschehen und der Symbolik wirklich tiefer zu beschäftigen. Die Beschäftigung mit dem Traum im Wachleben wirkt sich wiederum auf die Träume aus, und es kommen dann durch die Träume weitere Impulse für das betreffende Thema.

Blumenbanner

Heiße deine Träume willkommen

 Eine sehr gute Empfehlung kommt von Eugene Gendlin, dem Begründer des Focusing: Es ist wichtiger, den Traum gernzuhaben, als ihn zu verstehen. Wenn du deine Träume willkommen heißt und dich über sie freust, werden sie klarer werden und du wirst dich besser an sie erinnern. Auch wenn man etwas nicht sofort versteht, kann man es doch willkommen heißen. Vielleicht ergibt dein Traum von heute nacht erst einen Sinn im Zusammenhang mit einem Traum, den du erst in drei Monaten träumen wirst.

Blumenbanner

 Problemlösungen finden

 Die Interpretation von Träumen ist natürlich noch nicht alles. Es ist möglich, direkt auf der Traumebene aktiv zu werden, z.B. indem du dir vor dem Schlafengehen vornimmst, im Traum an einen bestimmten Ort zu gehen, bestimmte Wesenheiten zu treffen, Lösungen für Probleme oder Antworten auf Fragen zu finden. Letztere morgens natürlich umgehend aufzeichnen und dann auch anwenden!

 

Blumenbanner

Handeln auf der Traumebene

 Du kannst auch mit anderen verabreden, euch nachts auf der Traumebene zu treffen, und dann die Träume austauschen. Wenn du Leute kennst, die für solche Experimente offen sind, kann sich mit der Zeit eine sehr fruchtbare Zusammenarbeit aufbauen. Das Schöne ist, daß es auf der Traumebene keine Begrenzung von Zeit und Raum gibt – du kannst dich also im Traum auch mit jemandem treffen, der weit entfernt lebt.

Aber auch wenn du nicht bewußt auf die Traumebene gehst, sind manche Träume wirklich nur dazu da, Leute zu treffen und Kontakt aufzunehmen. Bei diesen Träumen geht es dann gar nicht unbedingt darum, sie zu interpretieren. Ein solcher Traum ist eher ein wirkliches Erlebnis als eine symbolische Botschaft.

So können in Träumen z.B. auch echte Heilbehandlungen und, wie bereits bemerkt, Lehrgänge oder Reisen in andere Welten und Dimensionen stattfinden. Man kann sich auch vor dem Einschlafen vornehmen, im Traum etwas zu heilen. (Bei den alten Griechen gab es die Tradition des Tempelschlafs, um einen Heiltraum zu erhalten.)

Besonders bei Reisen ist es dann interessant, bestimmte Wege kennenzulernen und diese dann auch wiederzufinden. So kannst du bestimmte Orte öfter besuchen und dann besser kennenlernen – auch die Wesen, die dort wohnen. Genau wie wenn du in der „normalen“ Realität ein Land öfter besuchst: Anfangs ist alles noch fremd, und du kennst noch nicht die Wege, aber je öfter du dort hinfährst, desto besser kennst du dich dort aus.

Blumenbanner

Den Traum im Wachleben real machen

 Dies ist ein wichtiger Punkt, der oft vernachlässigt wird. Du kannst spannende Dinge mit deinen Träumen erleben, ohne daß sich deswegen im Wachleben viel ändert. Wenn du willst, daß deine Träume sich greifbar auf dein Leben auswirken, musst du in der wachen Realität etwas tun, um sie „real“ zu machen. Träumst du z.B. von einer bestimmten Art von Kristall, versuche, solch einen Kristall zu bekommen, und beschäftige dich mit ihm. Wenn du träumst, du hättest eine Massage erhalten, wäre es eine gute Idee, sich tatsächlich eine Massage geben zu lassen. Einfach irgendeine physische Handlung, die ein Element des Traumes greifbar ins Hier & Jetzt bringt. Du wirst staunen, was diese einfache Technik alles in Bewegung bringen kann!

 Auch Aufmerksamkeit ist wichtig. Wenn dir im Alltagsleben Dinge oder Leute begegnen, von denen du kurz zuvor geträumt hast, achte darauf! Vielleicht sollst du die Person ansprechen, die wie deine Traumfigur aussieht, oder das Buch kaufen, das dich an das Buch aus deinem Traum erinnert …

© Zarah Zyankali 2007, 2009, 2013 – wird fortlaufend erweitert.

%d Bloggern gefällt das: