Zarahs Bastelecke

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Do-It-Yourself ist besser

Dies hier ist meine Bastelecke für Leute, die nicht nur lesen, sondern auch selber etwas  ausprobieren wollen. 😉 Es soll nach und nach eine kleine Werkzeugkiste werden, in der man immer mal wieder stöbern und für alle möglichen Gelegenheiten etwas Passendes entdecken kann.

Sofern nicht anders angegeben, liegt das Copyright für die Übungen bei mir. Ihr könnt sie gerne weitergeben, vorausgesetzt, daß  ihr mich als Autorin angebt, den Text unverändert laßt und einen Link zu dieser Seite druntersetzt.

Ach ja, bevor ich’s vergesse, hier noch der Disclaimer: Sämtliche Übungen, Anleitnngen und Medis, die ich hier poste, sind ausschließlich zum privaten Gebrauch bestimmt, und die Anwendung geschieht auf eigene Verantwortung. Eine Haftung für irgendwelche seltsamen Effekte, die sie bei unsachgemäßer Ausführung hervorrufen könnten,  kann nicht übernommen werden. Wobei ich nicht glaube, daß ihr da irgendwas falsch machen könnt – aber sollte wider Erwarten doch irgendetwas Seltsames bei irgendeiner der Übungen vorkommen (z.B. Halluzinationen durch tieferes Atmen ;)), dann macht erstmal LANGSAMER oder legt eine Pause ein. Für euer Feedback bin ich dankbar, denn dann kann ich nötigenfalls eine Troubleshooting-Sektion einrichten.

Sollte ich hier mal irgendwas posten, was ihr kommerziell nutzen wollt, bitte nehmt vorher Kontakt mit mir auf, bzw. mit den Leuten, von denen die Übung stammt. Mega thanx! 🙂

Los geht’s mit ein paar Übungen zum Thema Stimme und Erschaffen durch Klang. Viel Spaß damit! 😀

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 Sich mit der eigenen Stimme vertraut machen

Laß den Atem fließen, und laß am Ende jeder Ausatmung Spannung los. Der Einatem kommt von allein.

Bei jedem Ausatem mehr Spannung loslassen, schließlich auf den Ausatem einen Ton ganz von selbst kommen lassen. Ein kleiner Ton genügt, Seufzen, Stöhnen oder Blubbern ist okay. Ein Ton muß nicht unbedingt Gesang sein. Werde mit diesen Tönen etwas vertraut und stell dich mit ihnen auf eine freundschaftliche Basis. Sage nicht, dieser Ton ist mir zu klein oder nicht schön genug. Nimm an, was kommt.

 Wenn die Vertrautheit schon ein bißchen da ist, kannst du den Ton etwas länger halten. Vielleicht kommt ganz von selbst ein zweiter Ton dazu, damit kannst du dann ein bißchen herumspielen, es kommen vielleicht noch ein dritter und ein vierter Ton, und schon entsteht eine kleine Melodie. Ganz von allein, ohne sich zu verkrampfen, oder etwas zu „machen“. Voilà!

Bleibe aber bei dem Ganzen immer im Körper zentriert und achtsam, und laß die Töne auf den Ausatem kommen. Laß dir Zeit. Bloß kein Druck. Bloß kein Streß – das drückt alles auf die Stimme, und so hört sie sich dann auch an. Gewähre dir selbst den Luxus von Zeit, das wachsen zu lassen, was aus dir zum Vorschein kommen will. Es ist genug Zeit da. Nur gemach. Du brauchst keinen Zeitplan einzuhalten und keine Standards zu erfüllen. Alles, was da kommt, ist gut, denn es ist deins und es kommt von selbst. Du mußt es nur lassen.

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Lauschen

Geh hinaus in die Natur und laß dich von einem Ort finden. (Einfach ziellos umhergehen und darauf achten, was mit dir „flirtet“.)

Wenn du einen Ort gefunden hast, bleibe dort und nimm Kontakt zu ihm auf. Fühle die Energie / Atmosphäre, sieh, was dort wächst – wie fühlt sich die Erde an, wie riecht die Luft? Gibt es dort Steine, Wasser … oder was sonst?

Vielleicht antwortet dir der Ort auf deine Kontaktaufnahme. Bleibe offen für Botschaften, die zu dir kommen wollen.

Jetzt mach ganz lange Ohren und lausche auf die Töne, die zu hören sind. Vogelgesang, Grillenzirpen, Froschquaken, Blätterrauschen, menschliche Stimmen, Autohupen, Flugzeuge … Versuche nicht, etwas Bestimmtes zu hören, sondern laß die Gesamtheit aller Töne auf dich wirken.

Wenn Gedanken kommen wollen, sag ihnen, daß du jetzt keine Zeit hast, und schicke sie weg. Später können sie gerne wiederkommen, aber im Moment bist du voll mit Lauschen beschäftigt. 😉 Sie werden natürlich wieder und wieder versuchen, deine Aufmerksamkeit zu fesseln. Schicke sie so oft weg wie es sein muß, und wende dich wieder dem Lauschen zu.

Verweile in dieser Haltung des Lauschens, so lange du magst und es sich für dich gut anfühlt.

Danach kannst du tönen aus der Erfahrung des Lauschens heraus, oder einfach deinen Gefühlen nachspüren …

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Erschaffen durch Klang

 Alles ist durch den Klang erschaffen. Im Johannesevangelium steht: Am Anfang war das WORT, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.“ Das heißt, „Gott“ ist eigentlich das schöpferische Wort.

Am Anfang von Genesis heißt es: „Und Gott sprach: Es werde Licht, und es ward Licht.“ Das hat man sich gleichzeitig vorzustellen, d.h. im selben Moment, wo das Wort gesprochen wird, ist die Manifestation auch schon da.

 Die Frequenz des Klanges öffnet die Wahrscheinlichkeitslinien, auf denen das existiert, was du in deine Realität ziehen willst. D.h. es existiert dort bereits. Aber durch die Klänge, die du energetisierst, aktivierst du diese Realität für dich selbst.

Damit du die Klänge, die die von dir gewünschte Realität erschaffen (= in deine Gegenwart ziehen), erzeugen kannst, mußt du sozusagen mit der Ursache deiner Schöpfung eins werden. Du mußt es in dir bereits erschaffen haben und fühlen, daß es da ist.

Am Anfang ist das vielleicht nicht ganz einfach, z.B. wenn du dich gerade krank fühlst, ein Gefühl von Gesundheit in dir zu erschaffen. Da heißt es dran zu bleiben, bis du deutlich spüren kannst, daß sich in dir drin etwas verändert hat. Das macht so ein leichtes „Klick!“, als wäre ein Schalter umgelegt worden.

Dann formulierst du deine Absicht und sprichst sie laut aus. Das laute Aussprechen ist wichtig, denn am Klang deiner Stimme merkst du sofort, ob das, was du da sagst, stimmig ist oder nicht. Überzeugt es dich selbst, was du da sprichst? Kannst du es deutlich fühlen? Wenn sich deine laut ausgesprochene Absicht gut, rund und stimmig anfühlt, erlaube, daß die Klänge, die diese Absicht in die physische Manifestation bringen, durch dich fließen können. Dabei sollte dich ein Gefühl von absoluter Natürlichkeit und Richtigkeit durchströmen.

 Wenn du irgendwelche Hemmungen verspürst, die Klänge nicht kommen wollen oder bereits die Absicht beim Sprechen sich nicht stimmig anfühlt, solltest du von dem Gesang erst einmal Abstand nehmen und statt dessen für dich mehr Klarheit erschaffen. (Das geht immer. ;-))

 Spüre in diesem Fall noch einmal nach: Gibt es Hindernisse in dir, hast du irgendwo ein schlechtes Gefühl zu dieser Schöpfung? Gibt es Stimmen in dir, die Widerspruch anmelden: „Das geht sowieso nicht!“ oder „Das habe ich nicht verdient!“ oder was immer deiner schöpferischen Absicht entgegensteht? Mit diesen Teilen von dir, die da widersprechen, mußt du dich dann erst einmal auseinander- bzw. zusammensetzen, bevor du einen Gesang für diese Absicht machen kannst. Nimm sie ernst – es sind auch Teile von dir. Vielleicht ist es ja wirklich noch nicht Zeit für eine große Veränderung. Dann kannst du deine Absicht so abwandeln, daß die Schöpfung in dein jetziges Leben paßt, und von dort aus in kleinen Schritten weitergehen. Vielleicht sind es aber auch nur alte Glaubenssätze, Ängste und Zweifel aus einer früheren Zeit deines Lebens. Dann kannst du den Teilen von dir, die daran noch festhalten, liebevoll erklären, daß die Zeiten sich geändert haben und diese Ängste jetzt nicht mehr nötig sind. Nimm sie in den Arm und zeig ihnen, daß die Kraft für diese Manifestation jetzt da ist und dein Leben ein paar positive Veränderungen gut gebrauchen kann.

 Wichtig beim Tönen ist, die Klänge nicht zu zensieren oder nach „Schönheit“ oder „Musikalität“ zu bewerten. Wenn laute, harte Klänge durchkommen, muß vielleicht ein Widerstand oder eine Energieblockade aufgebrochen werden. Es klingt auch nicht immer wie Gesang, sondern kann ein Krächzen, Hauchen, Kieksen oder Lachen sein und sich in jede beliebige Richtung verändern. Bleibe offen und aufmerksam, damit du es merkst, wenn die Klänge sich verändern wollen. Sonst kann es dir passieren, daß du in eine „Fahrrinne“ gerätst und in einer Routine erstarrst, obwohl die Energie sich längst verändert hat.

 Das braucht einfach ein bißchen Übung, aber schwer ist es nicht. Einfach jeden Tag ein bißchen machen, und schon bald wirst du merken, wie alles mehr in Fluß kommt …

 Nach dem Gesang

Im chinesischen Weisheitsbuch „I Ging“ heißt es immer wieder: „Fördernd ist Beharrlichkeit“. Auch wenn sich die Manifesta-tionsgeschwindigkeit derzeit drastisch beschleunigt, ist es wichtig, nach dem Gesang weiterhin den Fokus auf die Manifestation gerichtet zu halten, da es immer noch etwas dauert, bis sich deutliche Ergebnisse zeigen. Wenn du etwas gesprochen und gesungen hast, ist es da – in den energetischen Reichen. Damit es in die physische Realität kommen kann, müssen deine Gedanken, Worte und Handlungen im Einklang mit deiner Absicht sein. D.h. ab dem Zeitpunkt des Gesanges solltest du möglichst nichts mehr denken, sagen oder tun, was deine alte Realität bekräftigt, oder deine Schöpfung anzweifeln – denn auch Worte des Zweifels haben Kraft und erschaffen deine Realität mit. Wenn du einen Gesang für etwas Neues machst, aber dann doch die alten Dinge wieder sagst und tust, erschaffst du dir einen Konflikt, der dich viel Energie kostet. Das muß nicht sein. Achte auf deine Worte und dein Verhalten und wisse, daß deine Schöpfung kommen wird, wenn du im Einklang damit denkst, fühlst, sprichst und handelst.

 In diesem Wissen kannst du vertrauen und loslassen. Nach Ergebnissen zu schielen bedeutet Zweifel zu energetisieren … und das bedeutet, die Ankunft deiner Schöpfung zu verzögern.

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Bastle dein eigenes inspirierendes Kartenset

 Als ich heute meine selbstgebastelten Karten zur Hand nahm,  fiel mir ein, ich könnte die Bastelanleitung auch gleich an euch weitergeben. Die Idee dazu  stammt aus Julia Camerons Buch Der Weg zum kreativen Selbst. Ich zitiere jetzt aber nicht den Buchtext, sondern beschreibe es so, wie ich es umgesetzt habe. 😉

  • Geh in ein Bastelgeschäft und besorge dir dort festen Karton in mindestens 5 verschiedenen Farben. Es sollten natürlich Farben sein, die dir gefallen – z.B. Türkis, Gelb, Orange, Blau und Grün. (Oder was immer auch mit dir flirtet.)
  • Außerdem brauchst du 1-2 „Edding“-Stifte in Gold und/oder Silber. Sie müssen nicht unbedingt von Edding sein, aber es sollte „Calligraphy“ draufstehen, das bedeutet, daß man mit dem Stift unterschiedliche Strichbreiten machen kann. Dünne Gelstifte in Gold oder Silber sind auch sehr gut.
  • Des weiteren brauchst du Fotos, die du selbst gemacht hast, einige Magazine mit schönen Bildern und eine Tube Uhu. (Eine Schere und einen Bleistift hast du ja sicher zuhause.)
  • Jetzt kannst du loslegen. Benutze als Vorlage eine Karte aus einem Kartenset, das du schon zuhause hast (Tarot, Engelkarten oder was auch immer). Du kannst auch eine Vorlage aus einer Postkarte basteln, das ist ein gutes Format für deine Karten. Einfach die Ecken ein bißchen abrunden, damit es schöner aussieht.
  • Lege deine Vorlage auf den Karton und umfahre den Rand mit dem Bleistift, um die Form für deine Karten zu erhalten. Mach so viele Karten neben- oder untereinander, wie du haben möchtest.
  • Wenn du von jeder Farbe genügend Karten vorgezeichnet hast, kannst du sie jetzt ausschneiden. Man soll es nicht glauben, aber das macht einen irren Spaß! 😀
  • Wenn du möchtest, kannst du nun mit dem Gold-Edding einen Goldrand um deine Karten malen. Sieht super aus und macht total viel Spaß. Künstlerisch begabte Leute können auch noch zusätzlich die Rückseite der Karten mit Bildern oder Mustern verzieren. (Ich hab mir das gespart und einfach nur Vor- und Rückseite mit Goldrand versehen.)
  • Jetzt kannst du jeder Farbe ein Thema widmen.  Zum Beispiel:

Orange Wichtige spirituelle Ereignisse in deinem Leben – z.B. erhörte Gebete, Visionen, Engelsbegegnungen, Synchronizitäten oder Träume, die dein Leben beeinflußt haben. Du kannst sie aufschreiben oder mit Bunt- und Goldstiften ein Symbol für jedes Ereignis aufmalen.

Blau – Dinge, die du einfach liebst – vielleicht Bäume, Regenbögen, oder das Meer. Hier kannst du Bilder aufkleben, die du selbst gemacht oder aus Zeitschriften ausgeschnitten hast.

Grün – Inspirierende Zitate. Dir fallen bestimmt ein paar ein, die du immer schon gut fandest. Schreib sie in deiner schönsten Kalligraphieschrift auf die Karten. Mit einem dünnen goldenen Gelstift kannst du unten drunter den Namen des Autors schreiben. Kleiner Tip: Zuerst das Zitat auf eine entsprechend große Vorlage in unterschiedlicher Ausrichtung auf einem Block vormalen, dann siehst du, wie es am besten auf die Karte paßt. – Wenn dir später weitere gute Sprüche begegnen, kannst du die nächste Karte damit schmücken. 😉

Türkis – Kunstwerke, Musik, Filme oder Bücher, die dich inspirieren.

Gelb Aktivitäten, die dich mit deinem innersten Selbst wieder in Verbindung bringen .. Tanzen, Meditieren, Yoga, Spaziergänge in der Natur oder einfach nur auf der Wiese liegen und in die Wolken gucken. Vielleicht aber auch etwas Kreatives wie Malen, Musikmachen oder Schreiben.

Bilder aus Magazinen sind dabei gut, weil sie dich öfter an etwas erinnern, das du vergessen hattest. Z.B. daß du dir mal wieder eine Wellness-Massage gönnen könntest. Oder daß du immer schon mal auf die Malediven reisen wollttet. 😉

Julia Cameron empfiehlt, zusätzlich noch je eine Karte für dein Selbst und eine Karte für „Gott“ (was immer das für dich auch bedeutet) zu machen. Ich habe zwei leere schwarze Karten mit Goldrand, da ich letzten Endes einfach keine Ahnung hatte, was ich da draufmalen soll. Wenn ich diese Karten ziehe, bedeutet es für mich die universelle Leere, aus der alles entsteht. Für dich mag sich das völlig anders entfalten.

Ganz wichtig ist  nämlich dabei, daß du für deine Karten nur solche Sachen auswählst, die genau DICH zum Ausdruck bringen. Denke nicht darüber nach, wie ein spirituelles Kartendeck wohl aussehen „sollte“, sondern benutze nur das, was dich ganz persönlich begeistert und inspiriert. Wenn Jonglieren dich mehr mit deinem innersten Selbst verbindet als Meditation, dann benutz lieber ein Bild von einem Zirkusjongleur als einen meditierenden Buddha, nur weil der Buddha das „übliche“ Symbol dafür ist.

Ich habe z.B. Zitate von John Lennon, Charlie Chaplin, Sainkho Namtchylak (einer tuvinischen Oberton- und Avantgardesängerin) und aus dem Heavy-Metal-Film Wayne’s World auf meinen Karten. Bei den Dingen, die ich liebe, findet sich ein schönes Foto von einer großen Herbstkastanie, das ich selbst gemacht habe (stellvertretend für alle Bäume), ein Bild aus einem Musketierfilm und ein Bild von einem Kristall.

Auf einer Karte ist ein Bild von mir, wie ich auf einer Wiese sitze und in den Himmel gucke. Darüber und darunter habe ich (aus einer Zeitschrift) die Worte montiert: „Manchmal brauche ich einfach nur Zeit für mich. Die nehme ich mir auch.“ Wenn ich diese Karte ziehe, weiß ich, daß ich zuviel äußeren „Krempel“ gemacht habe und mehr Zeit für mich selber brauche. Die Karte mit der Kastanie sagt mir, daß ich mal wieder ein paar Bäume besuchen und überhaupt mehr in die Natur gehen sollte. Ziehe ich die Musketierkarte, ist es dagegen eher Zeit für Spaß, Abenteuer und Action. Das Zitat von Sainkho Namtchylak „Total harmony is born in silence“ bedeutet, daß es Zeit ist, in die Stille zu gehen. Und wenn Harry Potter auf seinem Besen erscheint, heißt das, daß es wichtig ist, mehr Magie ins Leben zu bringen.

Sicher ist es klar geworden, worum es dabei geht, oder? 😉 Dann wünsche ich dir jetzt viel Spaß und Inspiration beim Basteln und Verwenden deiner ganz persönlichen Karten! 😀

Ach ja, noch ein kleiner Hinweis: Bastelkarton ist oft nicht lichtecht. Deshalb besorg dir am besten eine schöne Schachtel, in der du deine Karten aufbewahrst, da die Farben sonst durch Sonneneinstrahlung ausbleichen können, was doch echt schade wäre.

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Kleine Übung zum Öffnen der Hellsichtigkeit

 Kai Ghattas, von dessen hellsichtigen Fähigkeiten ich ja schon einiges hier berichtet habe, gab mir die folgende Übung als Dank für einige Gesänge, die ich für ihn gemacht hatte, damit ich lernen kann, selbst Energien zu „sehen“. Mit den Aura-Übungen aus Büchern hatte es nämlich bei mir bis jetzt  nie so recht klappen wollen.  („Stellen Sie sich vor einen Spiegel vor einer weißen Wand in einem abgedunkelten Raum …“ etc.)

Erstmal erzählte er mir, daß er die Energien nicht mit den physischen Augen, sondern irgendwie „anders“ sieht. Das war für mich eine wichtige Info, denn mir war es vorher nicht wirklich klar, „wie“ oder „womit“ man die Energien wahrnimmt.

 Dann setzte mich vor den wunderbaren kleinen Hibiskusbaum, der in „meinem“ Praxisraum steht, und meinte, ich solle den Baum bitten, mir seine Energie zu zeigen. Dann solle ich einfach sitzen und abwarten, was passieren würde, ohne irgendwelche  Erwartungen zu hegen, wie diese Energie aussehen oder wie der Baum sie mir zeigen würde.

 Ich fragte also das Bäumchen, ob er mir seine Energie zeigen würde, und wartete. Am Anfang schaute ich ihn erstmal an, wie ich auch sonst alles anschaue. 😉 Doch dann fühlte ich, wie sich etwas um meine Augen und Stirn herum sanft verschob. Auf einmal war es schwerer, so zu gucken wie sonst. Es fühlte sich an wie ein sanftes spiralförmiges Drehen, das von meinen Augen hoch in mein Gehirn stieg. Also ließ ich das einfach zu, ohne zu versuchen, irgend etwas Spezielles zu „sehen“.

 Plötzlich bemerkte ich etwas um den Baumstamm herum, das wie eine menschliche Aura aussah, so eine ovale weißliche Form. Zuerst dachte ich, ich würde es mir nur einbilden, aufgrund der Bilder von menschlichen Auren, die ich schon mal gesehen hatte. Der Baum kann es ja schließlich nicht sein, wenn es wie ein Mensch aussieht, nicht wahr? 😉 Dann fiel mir aber wieder ein, daß ich ja keine vorgefaßten  Vorstellungen davon haben sollte, wie die Energie auszusehen hätte –  vielleicht WAR das ja genau das, was der Baum mir zeigen wollte? Ich versuchte also einfach, das, was ich da sah, zu akzeptieren, und dann wurde die weiße Form deutlicher und ich begann eine Art durchsichtigen goldenen Schleier um die Blätter herum wahrzunehmen und eine Stelle, die ein bißchen rötlich wirkte, als ob dort zuviel Hitze wäre. Interessanterweise war das genau die Stelle, wo ich ein paar Tage vorher ein an den Rändern angetrocknetes Blatt bemerkt hatte.

 Während ich „übte“, war Kai in der Küche gewesen. Als er zurückkam, erzählte ich ihm von meinen Beobachtungen, und daß ich nicht sicher sei, ob ich das wirklich „gesehen“ oder mir nur eingebildet hätte. Er bestätigte alle meine Eindrücke und meinte, das sei für den Anfang schon ziemlich gut, und er selber habe die rötliche Stelle nicht einmal bemerkt. Die weiße ovale Form sei der Baumgeist, das eigentliche „Wesen“ des Baumes. Und zwischen dem Baum und mir würde irre viel Energie hin und her fließen. Ich hatte auch das deutliche Gefühl, daß der Baum mir sehr geholfen hatte, die Dinge zu sehen, als ob er sich freuen würde, daß ich das jetzt lernen will und daß er mir dabei helfen kann. Übrigens, jedesmal wenn ich jetzt in den Raum komme und das Bäumchen sehe, ist es ein freudiges Gefühl, als würde ich einen lieben Freund wiedersehen.

Bäumchen

Wenn du magst, probier es selber aus! Vielleicht „übst“ du am besten zuerst mit einer Pflanze oder einem Kristall, denn die Naturwesen scheinen dabei wirklich gern zu helfen. (Schließlich verbessert es ja auch unsere Kommunikation mit ihnen, wenn wir sie besser wahrnehmen können. ) Wichtig ist einfach, offen für alles zu bleiben, was sich dir zeigt, und es so anzunehmen, wie es kommt, ohne es zu bewerten oder zu analysieren. („Das da kann es ja nicht sein.“ ;)) Wenn du die ersten Eindrücke und Energiebewegungen zuläßt, kann dann nach und nach auch mehr kommen.

Ich wünsch dir viel Spaß bei deinen Abenteuern mit der „übersinnlichen“ Wahrnehmung! 🙂

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Sich mit der unendlichen Fßlle verbinden

Schritt 1: Verbinde dich mit der unendlichen Fülle des Universums. „Unendlich“ bedeutet, daß sie nie weniger werden kann. Du kannst so viel davon wegnehmen wie du willst, es bleibt immer unendlich viel übrig.

Die unendliche Fülle des Universums ist eine expansive Energie, die es liebt, wenn möglichst viele Leute bewußt mit ihr Kontakt aufnehmen. Du brauchst nichts weiter zu tun, als dich dafür zu öffnen und die Verbindung zuzulassen. Mach das jeden Tag 5 Minuten lang.

Wenn du dieses Gefühl so deutlich fühlen kannst, daß du es in ein, zwei Sekunden abrufen kannst, dann folgt

Schritt 2: Verbinde dich mit allen Bewußtseinen auf diesem Planeten (und wenn du willst, auch außerhalb davon), die dasselbe erschaffen wollen wie du. Damit verbindest du dich zunächst auf einer energetischen Ebene, aber das wird nach und nach auch auf der physischen Ebene Gleichgesinnte in dein Leben ziehen, mit denen du zusammen die Dinge und Situationen erschaffen kannst, die du auf der neuen Erde sehen möchtest.

Die unendliche Fülle ist eine expansive Energie, und sie liebt es, wenn man sich mit ihr verbindet. Es ist jedoch etwas Beständigkeit bei dieser Übung erforderlich. Täglich 5 Minuten reichen völlig aus, aber es ist wirklich wichtig, dranzubleiben und sie jeden Tag zu machen.

 Den Channelauszug zu dieser Übung gibt es hier: Meditation zum Manifestieren von Fülle

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Die eigene Fülle feiern

Beantworte zunächst schriftlich die folgenden Fragen.

Frage 1: Was bedeutet Fülle für mich? An welchen konkreten Anzeichen / Merkmalen / Gefühlen / Situationen etc. merke ich, daß Fülle in meinem Leben ist?

Schreib einfach drauflos –  es gibt dabei keine falschen Antworten. Es dient einfach nur deiner weiteren Bewußtwerdung.

(Kleiner Tip: Fülle muß nicht unbedingt was mit Geld zu tun haben … ;))

Wenn dir dazu wirklich gaaaar nichts mehr einfällt, gehe weiter zu

Frage 2: Wo in meinem Leben ist Fülle vorhanden? (Woran du sie erkennst, hast du ja jetzt schon aufgeschrieben. ) Wie drückt sie sich in diesem Lebensbereich aus? Wie fühle ich mich damit? Wie kann ich diese Gefühle noch mehr hervorbringen, genießen und feiern? Und wie kann ich diese Fülle in meinem Leben noch mehr würdigen? Vielleicht erfindest du zum letzten Punkt kleine Rituale, nur für dich selbst. (Ist kein Muß … macht aber Spaß! 😀 )

Beschreibe hier ausführlich und möglichst farbig und bunt ALLE Bereiche deines Lebens, in denen Fülle vorhanden ist. Du kannst auch Bilder dazu malen, Gedichte darüber schreiben, und was dir sonst noch dazu einfällt. Deiner Phantasie sind hier keine Grenzen gesetzt. Hier ein paar Beispiele zur Anregung:

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Beziehungen, Freundschaften & Kontakte

Ob es lebenslange Freundschaften sind, dein Sportverein, deine Facebook-Gemeinde, deine anarchistische Häkelgruppe oder dein schamanischer Trommelkreis – schreibe alles auf, was du hier als bereichernd empfindest.

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Wohnung & Umfeld

Fülle könnte hier für dich sein, in der Nähe eines Parks zu wohnen, oder direkt am Wald … oder vielleicht ist der Bioladen gleich um die Ecke. Es kann aber genausogut deine schnucklige Wohnung sein, dein Schrebergarten, dein Hamster / Hund / Wellensittich  oder die guten Beziehungen zu deinen Nachbarn.

Manches mag dir total banal vorkommen … schreib es trotzdem auf. Ich war z.B. heute völlig glücklich darüber, daß es hier Leute gibt, die Busse fahren, und ich schön gemütlich im Bus sitzen und die Landschaft betrachten kann, statt mich auf dem Fahrrad abzustrampeln und im Straßenverkehr fast wahnsinnig zu werden. 😉 Mein Busfahrer war auch noch extrem gut gelaunt, er pfiff und sang während der Fahrt. Sowas macht mich total froh und dankbar.

Und daß ich eine Badewanne zuhause habe, empfinde ich auch immer wieder als totalen Luxus.

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Ressourcen

z.B. Bibliotheken, Internet, Bastelgeschäft, Flohmärkte, eigene Fähigkeiten wie Kochen, Sprachkenntnisse, kreatives Gestalten, Nähen etc.

Für mich sind z.B. hervorragende Ressourcen das Berliner Bibliotheksnetz, in dem es wirklich fast alles gibt, die vielen Flohmärkte und der Botanische Garten. Es ist mir immer wieder eine solche Freude, an diesem paradiesischen Ort zu sein, den Wechsel der Jahreszeiten zu erleben und die Vögel zu hören … klingt vielleicht gar nicht so besonders für jemand, der auf dem Land lebt, aber hier gibt es wirklich Vögel, die man sonst in der Stadt nirgends hört. Und natürlich eine Menge Pflanzen und Bäume, die man sonst nirgends sieht. Für mich ist das Fülle pur!

Für dich ist es möglicherweise etwas völlig anderes. Schreibt auf, was es für dich ist.

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Kunst & Kreativität

Konzerte, Ausstellungen, Theater etc.

Die Liste ließe sich natürlich noch beliebig verlängern, aber ich denke mal, als Beispiel reicht es …

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Wenn du herausgefunden hast, wo in deinem Leben Fülle ist, dann frage dich:

Wie kann ich diese Fülle auf möglichst freudvolle Weise mit anderen teilen? Denk dir ein kleines Projekt dazu aus und setze es dann um.

Vielleicht hast du eine Fülle an Büchern, und die Wohnung platzt schon aus allen Nähten. Dann könntest du bei dir zuhause einen kleinen Buchbasar veranstalten, oder sowas wie ein Julklapp, wo jede/r etwas mitbringt und jede/r etwas bekommt, was er/sie noch nicht hat – und etwas loswird, was er/sie nicht mehr braucht. Und alle einen dollen Spaß haben. 😀

Vielleicht hast du eine Fülle an Ideen. Dann wähle eine davon aus, die dich besonders begeistert (möglichst etwas Kleines, nicht gleich die Umgestaltung der deutschen Wirtschaft) und lade MitstreiterInnen zur Umsetzung ein (z.B. einmal im Monat ein Treffen, um Selbstgeschriebenes vorzulesen, so eine Art Literaturcafé bei dir im Wohnzimmer?).

Oder du hängst deine Wohnung voll mit deinen selbst gemalten Bildern, die bisher in irgendeinem Winkel vor sich hinstaubten, und lädtst Freunde zum Bewundern ein. Natürlich mit schicken Saft-Cocktails und bunt garniertem Kleinst-Imbiß. (Gummibärchen deluxe? 😉 )

Oder du backst einen Kuchen und lädtst ein paar Leute zum Kaffeetrinken ein. (Besonders wenn du das sonst nur selten machst und es dir ein Gefühl gibt, deine Fülle zu feiern.) Wenn es draußen schön ist, kannst du dich mit dem Kuchen und ein paar Säften und Pappbechern auf eine Wiese setzen und alle Kinder einladen, die mit dir picknicken mögen.

Das Projekt sollte im realen Leben stattfinden, so daß du die Leute, mit denen du deine Fülle teilst, wirklich triffst. Es geht um Gemeinschaft und ein Gefühl des Feierns … und du bist sicher auf genügend Parties gewesen, wo weder das eine noch das andere vorhanden war. Aber wenn du „nur“ etwas ins Internet stellst oder irgendwohin spendest, fühlst du nicht so direkt die Leute, bei denen es dann ankommt – und das ist hierbei wichtig. Denn z.B. zusammen tanzen oder singen geht online nur sehr schlecht … und die bighugs sind auch viel schöner, wenn man sie direkt am Körper fühlen kann. 😀

Viel Spaß mit deinen Erfahrungen – und natürlich freu ich mich, davon zu hören!

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Naturerfahrung im Alltag

Finde einen Platz, der in der Nähe eines Weges liegt, wo du entweder oft vorbeikommst oder wo es kein großer Akt ist hinzugehen … wenn du erst eine Stunde bis dorthin fahren mußt, sinkt die Motivation. 😉 (Solche „längeren“ Ausflüge kannst du dir für bestimmte Tage vornehmen, aber für die tägliche Erfahrung sollte es ein Ort in deiner Nähe sein.)

Erforsche den Ort und bitte die Naturwesen (Bäume, Erde, Fluß, etc.), dir Dinge zu zeigen. Nimm dir Zeit dafür, sieh, höre und spüre genau hin. Gehe Immer wieder hin, und sage: „Hallo, hier bin ich wieder, was habt ihr mir heute zu sagen?“ Dann lausche auf die Antwort. Vielleicht ist es ein Energiegefühl oder eine tiefe Stille, vielleicht sind es Infos oder Bilder, vielleicht Ideen für Kreativität. Vielleicht wollen sie auch nur mit dir spielen und Spaß haben, oder sie bitten dich, etwas für sie zu singen. Sei einfach offen für das, was kommt.

Vielleicht lädt dich ein Baum ein, auf ihn zu klettern oder sich auf seinen Wurzeln auszuruhen …

Manchmal werden dir Dinge geschenkt – Baumrinde, ein Stein … Nimm das Geschenk mit nach Hause und verbinde dich öfter mit der Energie  dadurch kannst du dich auch mit dem Ort selbst verbinden. (Nimm aber nur dann Sachen mit, wenn sie dir gegeben werden, oder du um Erlaubnis gebeten und sie erhalten hast.)

Nach und nach werden sich deine Erfahrungen vertiefen. Dann kann es dir passieren, daß du plötzlich das Gefühl hast, ein Teil der Landschaft zu sein und „aus“ dieser Landschaft heraus auf andere Teile davon zu blicken. Nimm jede Erfahrung so an, wie sie kommt. Erwarte nichts und weise nichts zurück. Wenn du offen dafür bist, können erstaunliche Dinge geschehen …

Viel Freude mit deinen Erfahrungen! 😀

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Sonnenlicht trinken – Lichtcodes „lesen“

 1. Begib dich mit deiner Aufmerksamkeit / deinem Gewahrsein in die Zirbeldrüse.

Diese befindet sich auf dem Schnittpunkt einer horizontalen Linie, die zwischen deinen Augenbrauen beginnt und zum Hinterkopf geht, und einer vertikalen Linie, die vom Scheitelpunkt deines Kopfes senkrecht bis zum Anfang der Wirbelsäule verläuft, und der horizontalen Linie zwischen deinen beiden Ohren.

Gehirn mit Drüsen

 2. Laß nun aus der Sonne das immaterielle Licht (die Intelligenz hinter dem sichtbaren Sonnenlicht) in deine Zirbeldrüse einströmen, während du weiterhin mit dem Gewahrsein dort anwesend bist.

 3. Dann laß deine Herzenergie aus dem Herzen ebenfalls in die Zirbeldrüse strömen, während du weiterhin das Sonnenlicht einfließen läßt.

 4. In dem Sonnenlicht befinden sich die Codierungen für das neue Bewußtsein, inclusive des neuen Bewußtseins des Körpers und der Zellen. Wenn du die Aufmerksamkeit und fokussierte Absicht darauf richtest, hilft dir die Herzenergie dabei, diese Codierungen zu „lesen“.

 Das Ganze bedarf etwas der kontinuierlichen Übung. Am Anfang ist es schon ein guter Erfolg, wenn du es schaffst, in der Zirbeldrüse anwesend zu bleiben, während du gleichzeitig von der Sonne und vom Herzen die Energie einfließen läßt. Es wird dann aber recht schnell einfacher, so daß du nur noch daran zu denken brauchst, und der Energiefluß ist da. Dann kannst du anfangen, dich auf die Codierungen auszurichten. Es kann sein, daß sie am Anfang wie mathematische Formeln oder geometrische Muster erscheinen, die du nicht verstehst. Beobachte das einfach eine Zeitlang mit der Absicht, daß sich dir die Bedeutung nach und nach erschließen soll. Wenn dir dann etwas dazu einfällt, zeichne es oder schreib es auf. Mit der Zeit werden die Dinge dann verständlicher werden … nicht unbedingt auf logische, sondern eher auf intuitive Weise.

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Kleine Anleitung zum Schreiben intuitiver Märchen

Mein herzlichster Dank für diese wunderbare Technik geht an René Bugnot, der sie während seiner Ausbildung zum Dürckheimschen Leibtherapeuten in Todtmoos-Rütte kennenlernte und sie an mich weitergab.

Es ist wirklich total einfach:

1. Besorg dir ein (möglichst schönes) DIN-A-4-Buch mit leeren, unlinierten Seiten, eine Schachtel Wachsmalkreiden und einen schönen Stift, mit dem du deine Geschichten schreibst.

2. Wenn du möchtest, kannst du das Deckblatt mit Bildern und einem Titel schön dekorieren (muß aber nicht).

3. Jetzt kannst du loslegen: Schlag das Buch so auf, daß du zwei nebeneinanderliegende Seiten vor dir hast, und fang auf der linken Seite an zu malen – und zwar machst du das so, daß du dir mit leerem, offenem Blick deine Farben betrachtest und schaust, was dich da „anflirtet“. Dann stellst du vielleicht fest: Heute gefällt mir Grasgrün so gut! Dann fängst du an, mit dem Grasgrün zu malen … laß dich einfach treiben, male, was dir in den Sinn kommt. Wildes Gekrakel ist genauso gut wie wiedererkennbare Formen. Mal einfach drauflos, ohne viel zu überlegen. 

4. Wenn du das Gefühl hast, mit dem Grün (oder was auch immer) ist es jetzt gut, dann leg die Farbe zurück und schau dir wieder deine Farben an. Was möchtest du als nächstes nehmen? Orange? Wunderbar – dann malst du mit dem Orange weiter, wieder so lange bis du das Gefühl hast, daß es genug ist. Dann schaust du dir wieder deine Farben an … und so weiter – solange, bis du beim Anschauen das Gefühl hast, das Bild ist jetzt „fertig“.

5. Jetzt nimmst du deinen Schreibstift zur Hand, wendest dich der leeren rechten Seite zu und schreibst als erstes die Worte: „Es war einmal …“ Das erste, was dir in den Kopf kommt, nachdem du diese Worte geschrieben hast, schreibst du hin: Es war einmal ein kleiner Junge … Es war einmal eine Henne … oder vielleicht fallen dir auf Anhieb noch viel abgedrehtere Sachen ein. Wichtig ist, nicht darüber nachzudenken. Einfach im Schreibfluß bleiben, solange er anhält. Und es werden Sachen kommen, mach dir da gar keine Sorgen.

6. Wenn du doch ins Stocken kommst, was am Anfang öfter sein kann – überleg nicht, wie es weitergehen könnte, sondern schreib einfach „und und und und und und und und und …“ solange, bis wieder was kommt. Hört sich vielleicht seltsam an – aber es funktioniert! Denn du bleibst im Schreibfluß, statt wieder ins Denken (linke Gehirnhälfte) zu gehen. Und keine Angst, das könnte ewig dauern. Ich habe noch nie mehr als 3 Zeilen „und“ schreiben müssen, bevor es wieder weiterging. Meistens ging es sogar eher schneller.

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Das war die ganze Anleitung, die ich hatte, als ich damit anfing. Das habe ich dann jeden Morgen getreulich gemacht – die ersten Geschichten waren eine halbe bis eine dreiviertel Seite, die dritte war schon eine Seite lang– dann wurden sie so lang, daß eine Geschichte nicht mehr in einer Sitzung zu beenden ging. Sie hatten aber alle irgendetwas mit mir selber zu tun, und ich konnte oft an einer Geschichte nicht weiterschreiben, solange mein eigener Prozeß sich noch nicht weiterbewegt hatte.

Das macht aber gar nichts. Denn dann fängt das nächste Mal, daß du dich hinsetzt, halt wieder eine neue Geschichte an. Und du weißt nie vorher, wenn du dich hinsetzt, welche von deinen Figuren sich heute bei dir melden wird, oder ob wieder etwas ganz Neues kommt. Es kam sogar vor, daß Figuren aus einer Geschichte in die andere wechselten, oder die Figur aus einer Geschichte sah in einer Vision die Hauptfigur einer anderen … da sind endlose Überraschungen möglich, wenn man offen dafür bleibt.

Übrigens hatte ich am Anfang wirklich einen heftigen Kritiker im Kopf, der mir manchmal schwer zu schaffen machte. Einmal begann eine Geschichte mit „Es war einmal ein Marktplatz“, nachdem das Bild schon ein Springbrunnen gewesen war. Paßte ja irgendwie. Aber mein Kritiker maulte: „Ein Marktplatz kann doch nicht der Held einer Geschichte sein!“ War er aber doch, wie sich dann herausstellte.  😉 Und ich hatte als Helden und handelnde Figuren auch schon Flüsse, Wirbelwinde und alles mögliche andere …

Zwei kleine Tips noch zum Weitermachen: 

1. Wenn deine Hauptfigur mehrere Möglichkeiten zu haben scheint oder es mehrere Wege gibt, wie die Geschichte jetzt weitergehen könnte … wähle immer die Möglichkeit aus, die dir am mysteriösesten, unvorhersehbarsten und unbekanntesten vorkommt. Dann kommen spannende Sachen.  

2. Wenn die Grundsituation eingeführt ist, kommt man leicht ins Stocken. Dann ist eine gute Überleitung: „Eines Tages …“ und dann passiert „eines Tages“ irgend etwas. Ist bei mir von allein gekommen, aber es ist vielleicht ganz gut, sowas im Hinterkopf zu behalten. Genau wie mit dem „Es war einmal …“ ist das „Eines Tages …“ einfach eine gute Anregung für deine Phantasie, dir auszumalen, was da eines Tages geschah … das kommt dann auch wieder ganz spontan.

Viel Spaß beim Ausprobieren!  😀 Und natürlich freu ich mich, über deine Erfahrungen und Geschichten zu hören.

 

Blumenbanner

Wir basteln uns einen Sterntetraeder

Vor einigen Jahren schenkte mir eine Bekannte, die die Flower-of-Life-Bücher von Drunvalo Melchizedek hatte, ein paar Kopien mit der Merkaba-Bastelvorlage, die hinten in Band 2 abgebildet ist. Als ich den ersten zusammengeklebt hatte, fand ich das Weiß doch recht langweilig und beschloß, den nächsten bunt anzumalen.

Zuerst dachte ich, daß ich die Dreiecke einfach einfarbig ausmalen würde, wie es auch andere Leute gemacht haben:

 

Bildquelle

Bildquelle

Doch die einfarbigen Dreiecke waren mir immer noch ein bißchen zu langweilig … so begann ich, Dreiecke innerhalb von Dreiecken zu malen. Das war ein recht interessanter Prozeß, da ich ständig Ideen für Farbkombinationen bekam, die mir selber überhaupt nicht plausibel schienen. “Aber das paßt doch überhaupt nicht  zusammen!” dachte ich ständig, wenn sich eine Farbe meldete. Wenn ich es dann trotzdem machte, stellte sich jedesmal heraus, daß es sogar ganz hervorragend paßte. Das Ganze war also auch eine Übung darin, den Eingebungen zu vertrauen, statt sich nach vermeintlichem „Wissen“ zu richten.

Es dauerte wochenlang, bis die Vorlage fertig ausgemalt war, da ich pro Tag immer nur ein halbes Dreieck schaffte. Es schien nicht möglich, die Dreiecke einfach frisch, fromm, fröhlich, frei hintereinander weg zu pinseln … an irgendeinem Punkt mußte ich das Teil weglegen und ruhen lassen.

Jetzt steht sie auf meinem Schreibtisch in einer Duftlampe:

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Es empfiehlt sich, von der  fertig ausgemalten Vorlage  mehrere Farbkopien zu machen. Das Original solltest du aufheben und nicht zusammenkleben. Dann kannst du bei Bedarf immer noch mal Kopien davon nachmachen. Nach einer Weile wellt sich nämlich das Papier, und dann kannst du von der nächsten Farbkopie wieder ein neues Exemplar herstellen. Und vielleicht möchtest du ja auch welche an deine FreundInnen verschenken.

Dann die Farbkopie auf festen Karton aufkleben (er sollte aber noch flexibel genug sein, daß er sich gut falzen läßt) und gemäß der Anleitung aus- und zuschneiden, falzen und schließlich zusammenkleben.

Ein Tip (das hab ich nämlich nicht beachtet): Die Teile, an denen du die Vorlage nachher zusammenklebst, solltest du auch mit bemalen. Wenn sie weiß bleiben, kann es sonst sein, daß nach dem Zusammenkleben weiße Ränder zu sehen sind.

Meinen Sterntetraeder hab ich mit Buntstiften von Karismacolor bemalt. Diese Stifte sind echt super, da sie eine hohe Leuchtkraft haben, wenn man sie fest aufdrückt. Man kann aber auch ganz dezente Farben damit erzielen. Seit 2005 gibt es Karismacolor nicht mehr, dafür aber eine andere Ausführung namens Prismacolor.

Meine Buntstiftkiste

Meine Buntstiftkiste

 

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 Jetzt kann*s losgehen:

Bastelanleitung

  1. Bastelvorlage auf DIN A 3 hochkopieren
  2. Vorlage am Umriß ausschneiden
  3. Alle dicken Linien einschneiden
  4. Durchgezogene Linien nach vorne falzen
  5. Gepunktete Linien nach hinten falzen
  6. So lange weitermachen; bis ein Sterntetraeder entsteht
  7. Klebeflächen mit Kleber bedecken und zusammenkleben. Dabei die Kanten vorsichtig andrücken, damit sie sich nicht eindellen.

Eine weitere Bastelvorlage gibt es als PDF-Download auf

http://www.mathetreff-online.de/spass-mit-mathe/bastelecke/sterntetraeder

Viel Spaß! 🙂

k-Merkaba orange von oben

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